My nextdoor neighbours- Was mich im Netz umgarnt

maennerstrickstubeIch bin Podcast-Hörerin und -Seherin vor allem. Natürlich habe ich einen Schwerpunkt im Bereich „Faser“- aber ich habe auch außerhalb dieses Themenbereiches Interessen, man glaubt es kaum. Dieses Medien, die ich nutze, zähle ich zu meiner Netznachbarschaft und die möchte ich ab sofort in Abständen hier vorstellen.

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I really love audio- and videocasts. Not only those with fibre content but I have to admit that this is my core area. In 2013 I discovered via ravelry that there are knitting-related podcasts not only in Germany and fortunately their number is still growing. Personally I stopped listening to most of the German audiocasts, to be true I merely listen to one German audiocast: „Strickspleen“, run by Elke from Mainz in Rhineland-Palatinate. I turned towards UK based podcasts and very soon realized, that they much more meet what I expect from podcasts that are labelled „ fibre content“. Why is that? In my taste I don’t want to hear hours and hours about people’s political issues when I expect to read about wool, yarn, spinning, knitting and all the dyi-stuff I love so much in my leisure time. Nothing against a healthy amount of background information ( fair trade options and ethical husbandry are my concern as well, don’t get me wrong) We have a very vivid culture of political , ecological and ethical discussions in our home and with our friends- I have no further need for people ranting about the socio-cultural problems our society has to deal with. I like the humour and the passion shown in several English podcast. From time to time I will write about those that impress and entertain me the most .

imageIn 2013 fing ich mit deutschen Podcasts an, auf die ich in den Ravelry-Foren gestoßen bin – da setzte im Herbst 2013 ein Boom ein, der dankenswerter Weise bis heute anhält – allerdings ist meine ganz persönliche Freude nicht ganz ungetrübt. Die deutschen Audio-Podcasts verbringen meiner ganz persönlichen Meinung nach sehr viel Zeit damit, sich über Dinge wie Stress und was man alles im Leben NICHT schafft zu beklagen und das bringt wenig die LUST herüber, die dieses Hobby mit sich bringt. Zudem wird man auch bei einigen für meinen Geschmack zu weitreichend in Tipps zum politisch korrekten Verhalten in allen möglichen Lebensbereichen „geschult“. Und zwar leider mit wertenden Belehrungen in Form von: Was ist politisch korrekt (= erlaubt) zu Essen und warum Fettleibigkeit nicht als abstoßend empfunden werden darf … Das artete meiner persönlichen Meinung nach zu sehr in Kopfzensur aus und das Spiel kann man getrost ohne mich spielen. Und selbst wenn ich hier zugestehe, dass man ja wohl podcasten darf, was man will: Ja, aber dann sollte ich nicht „Fasercontent“ labeln. In meiner Freizeit folge ich keinem politischen Mainstream und keinem fanatischen Perfektionismus – ich hab keine Zeit mehr für so einen UN-Sinn. Diese Erfahrungen in Sachen Podcasts hat mich in den anglophonen Raum schauen lassen und die Podcast – Szene dort ist eher nach meinem Geschmack. Ich höre nur noch einen einzigen deutschsprachigen Podcast aus dem Bereich FASER und das ist der Strickspleen aus Mainz. Elke ist leidenschaftlich dilettantisch, charmant und spritzig, manchmal nachdenklich und sagt ihre Meinung, auch wenn sie dann einen Shitstorm erntet. Sie ist integer soweit das heute möglich ist bei all den Achtsamkeitsanfordernissen, die wir vermeintlich erfüllen „müssen“ und verliert dabei NIE die Selbstkritik aus den Augen und hat einen wirklich natürlichen Humor. Ihr Kampf mit dem Equipment und dem W-Lan ist bewundernswert und erinnert mich manchmal an Don Quichotte. Diese Frau sollte sich flattern lassen, denn sie bringt mich immer zum Schmunzeln und Nachdenken und hat wirklich schöne Buchtipps und eine kerngesunde Ernährungsphilosophie. Ihr Podcast/Blog ist empfehlenswert für alle die wissen: Das Leben (auch das Stricken) an sich geht nur mit Humor. Es ist ein reiner Strick-Podcast, kein Weben, kein Spinnen, Elke will sich nicht verzetteln und ist da eisern. keep-calm-and-knit-on-464

I also like to get to know fibre related blogs and communities.The social media I frequently use are instagram, facebook and pinterest. I do not use messengers so these three are my most immediate way to communicate with other users. A German blog I really llike is „Wollstash“. It’s run by Anke and her husband Matze and connect to this blog are also a facebook site and a small shop where they offer hand made items.They dye fibres and wool, sew, knit , crochet and spin. Their photographs show their love for hand made stuff, the posts show how to live a bit more green and sustainable- and where to find inspiration for a more creative everyday life. Further members of the „wollstash“ household are the three kiddos and the family furries.Even If you don’t understand the written word, the fotographs are worth a look.

Natürlich stöbere ich nicht nur durch Podcasts/Videocasts. Ich wandere auch gerne von Seite zu Seite, habe ein, zwei Handarbeits- und Handwerksforen für mich erschlossen und es ist manchmal schwer, die sozialen Netzwerke komplett auszublenden, da auch diese reichlich Spielwiese für Nadeljunkies bieten. Ich mag besonders instagram, pinterest und facebook um Anregungen zu erhalten , Austausch über Projekte und Materialrecherche zu betreiben und natürlich auch mal ein Motivationswinkerchen abzukassieren- da ich keinen Messengerdienst benutze, sind dieses Medien die für mich unmittelbarste Form, mit der community zu dialogisieren.IMG_1095[1]

Heute möchte ich euch einen deutschsprachigen Blog anempfehlen, den Wollstash .

Wollstash, das sind Anke und Matze, ihre drei Kinder und die Familien- Furries. Anke habe ich über eine Handarbeitsgruppe bei facebook kennengelernt und fand sie im direkt Chat von Anfang an cool, obwohl ich nichts von ihrer Handarbeit kannte- das änderte sich schnell und seitdem finde ich sie noch cooler. Denn Ihre Handarbeit und ihr Handwerk steht für was. Eine Haltung zur Welt. Und die ist…nicht immer ausgegoren aber immer auf dem Weg. Immer ehrlich mit sich und mit uns als LeserINNEn und immer kreativ im Umgang mit Ressourcen, offen für neue Gangarten, um die Zukunft für sich zu meistern, denn die (zumindest die zweibeinigen – wir wissen alle, wie Katzen sind…) Haushaltsmitglieder beim Wollstash haben begriffen, was viele immer noch nicht hören wollen: Das Eis wird dünner und wir werden alle bewusster mit limitierten Ressourcen umgehen müssen. Hier wird nicht der moralische Zeigefinder geschwungen und auf Umerziehung gesetzt – hier werden Anregungen gegeben, eigene Wissensquellen gezeigt und und geteilt und es gibt sogar einen angegliederten kleinen Shop, in dem feine Sachen für Kreative angeboten werden – nicht im Konsumterror, sondern so wie es geht, im Flow und ohne Gewinnterror. Die Fotos sind spitze und eigentlich sollten die beiden einen Foodblog machen, denn die Bilderchen bringen einen zum Sabbern, würden sie Torten fotografieren, würde ich mich ständig selber zum Kaffee einladen.image

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2 thoughts on “My nextdoor neighbours- Was mich im Netz umgarnt

  1. Millefila

    Hallo,

    gerade bin ich zufällig auf deinen Blog gekommen. Bisher höre ich immer nur englische Podcasts – wusste gar nicht, dass es auch welche auf Deutsch gibt zum Thema stricken usw. Da muss ich mich doch mal umhören.

    Liebe Grüße
    Susanne

  2. Anke

    *________*
    Du bist ja toll. Mensch, sowas zum Montagmorgen. Ich hab voll Pipi in den Augen weil du mich mit deinem Link und der Beschreibung so kalt erwischt hast. Ach. Ich könnt dich gerade anknuddeln, aber du bist ja nicht da. Deswegen virtuell DANKE und überhaupt. *schnüff*

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