Camp reconsideration

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Ich hab mich ja schon geoutet. Als „Behmarian“. Ich mag die schlichten und wirklich gut nachstrickbaren Designs von Martina Behm, deren vermeintliche und von einigen erfahrenen Strickerinnen auch leicht abschätzig festgestellte Simplizität sich spätestens beim multidraping als absolutes Accessoire-Talent erweist. Ich strick die Dinger nicht, weil ich keine linken Maschen mag oder kann. Ich führe den Faden mit rechts und hab daher mit linken Maschen weniger Probleme, als der/die/das konventionelle Strickperson. Der Hitchhiker ist das erste Tuch im ersten Buch von Martina Behm. Deshalb ist er auch mein erstes Projekt. Ich habe dazu die Wolle genommen, die ich nach Auftrennen einer Mütze und zweier Stulpen wieder hatte: den Schoppel Zauberball schlagmichtotichhabdiefarbevergessen. Entweder „Frische Fische“ oder „Papagei“. Und den zu stricken macht sooo richtig Laune, geht nämlich total mindless. Sowas hab ich gerne. Echt jetzt. Nur hat meiner 47 statt 42 Zähne- aber ich bin ja auch wat länger als Frau Behm, da darf ich das.

imageWeil das Stricken so dermaßen flott ging und Lust auf Wolle machte, wurde auch gleich der Rest noch für die passende Mütze  verstrickt. Auf 3,5 er Nadeln ist das ein Klacks, eine Abwandlung der Wurmmütze ist es geworden.image

Der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, von alten Grundsätzen abzurücken, wenn der Farbverlauf es erfordert. Noch vor einem halben Jahr hätte ich mich geweigert, eine bereits fertiggestellte Mütze  UND Stulpen aufzuribbeln, nur um das Garn zu einem mir eher zusagenden Objekt zu verstricken. Und dann hörte ich den Podcast „Prairie Girls Knit and Spin“ und  da beschäftigten sich Sizie und Dani in einer Folge mit und ich dachte:

“ Die Gedanken kenne ich, sowas plagt mich auch, wenn ich an die Zauberballmütze denke…“

Da war es nur noch eine Frage von Tagen, etwas Ribbelkarma und dem richtigen Quatum Rotwein und schwupps wurde alles aufgetrennt. Und ich bin begeistert. Der Hitchhiker und die Mütze tragen sich super. Nur für Stulpen war dann leider keine Wolle mehr übrig. Aber es ist ja nicht so, alsob ich nicht noch passende Farben anderer Garne hätte *flööt*

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Und Garne hats: Corriedale und dunkelbraune Falklandwolle als Zweifachzwirn, extrem warm und flauschig. Das andere…Alpaka und noch irgendwas- aber genau weiß ich es nicht mehr.  Ich weiß, dass es eine Zwiebelschalenfärbung ist, die ich mit Kupfersalz weiterentwickelt habe. Supermuckelig und es hat Spaß gemacht, Alpaka spinnt sich von selbst. Die Pflanzenfärbung war noch zu struppig, den Kammzug hatte ich vor dem Spinnen nochmal sicherheitshalber durchkardiert- und das hat sich gelohnt. Hätte ich denn Kammzug so stumpf und „klebrig“ versponnen, wie er von der Trockenleine kam, hätte das meinen Bizeps  für die Armdrückweltmeisterschaften qualifiziert. Es war eine lange Woche und bin recht fertig- mit diesen Bildern , deren Trübheit dem November/Dezember geschuldet ist, verabschiede ich mich ins Wochenende! Es warten Quadratlatschen-Gammlos und wunderschöne Dunkelbunties auf mich und eine „Pistole“ kam heute auch mit der Post…the story is to be continued……..imageimage image image

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2 thoughts on “Camp reconsideration

  1. knightlyart

    Lieb Daniela!
    Farben und Gestricktes, wie immer traumhaft schön!
    Ich frage mich nur, wann du das alles machst? Dein Tag muss ja mehr als 24 Stunden haben…
    Ich wünsche dir von Herzen ein wunderschönes und kreatives Weihnachtsfest!
    Gaaanz liebe Grüße von Kirsten aus Hamburg!!!

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