Last but not least- final Tuesday in 2013

imageDie Dienstagsfrage am letzten Dienstag im Jahr 2013 kommt wie immer vom lieben Wollschaf und lautet: Mir ist aufgefallen, dass viele Strickerinnen (und Häklerinnen) Haustiere haben. Hast Du auch eines? Was für eines?

Hast Du es schon bestrickt oder behäkelt? Mit was?

Vielen Dank an Lavendelmaschen für die heutige Frage!

Mein Mann und ich leben mit unseren zwei Katzen Lilly und Cleo zusammen…oder sollte ich sagen: Halten uns für die beiden stets zu Diensten? Die beiden sind Karthäuser-Türkisch-Van-Mixe und haben als weiße Katzen schon mal Hautprobleme. Cleo eher weniger, Lilly um so mehr. Dafür ist es manchmal nötig der Katze einen Trichter anzuziehen, um Lecken der betroffenen Stellen zu verhindern, was eine Verschlechterung von akuten Hauterkrankungen mit sich brächte. So ein Trichter erschien mir immer sehr brachial und einschränkend, wenngleich Lilly mit dem tobt und spielt und sich räkelt wie sonst auch, sich den auch brav anziehen lässt ohne Ausweichbewegungen und wir immer eine extra große und tiefe Wasserschüssel aufstellen, damit sie mit Trichter saufen kann, ohne den Napf von sich weg zu schieben. Mensch ist ja eh froh, wenn die Tierchen trinken, kennt jede(r) Katzenbesitzer(in). Wir dachten dann bei der letzten Erkrankung, die leider noch andauert, über einen Body nach, der schön weich ist und das Bäuchlein bedeckt. Sie hat nix um den Hals, kann auf die Toilette und wenigstens die Vorder- und Hinterläufe und die Ohren waschen- mit Trichter ist die Katze in ihrem Reinlichkeitstrieb ja sehr eingeschränkt, weil sie eigentlich kaum eine Region mit ihrer Zunge erreicht, um sich zu putzen.image

Erstens mobbt Cleo Lilly, wenn sie den Body anhat. Es wird gefaucht und bei Kuschelversuchen attackiert, vom Fressnapf weggedrängelt und Lilly ist dann ganz traurig und verkriecht sich im Ehebett unterm Plumeau. Der Body ist rot, fällt also extrem auf, eine andere Farbe hatte die Tierärztin nicht. Zweitens wird der Body weiter, so dass sie irgendwann mit den Hinterpfoten im Bein steht und sich raus windet,somit ist die Schutzfunktion verpufft. Deshalb habe ich den Gedanken, einen solchen Body aus Baumwollgarn einmal selbst zu Häkeln oder stricken, eher aufgegeben, aber nur eher. Nicht eher nicht. Mal schauen, ob mir eine Eingebung kommt. Auf jeden Fall würde ich einen WEIßEN Body machen, der halt dann farbtechnisch wie Fell aussieht, nicht ROT oder PINK, wie die gängigen Hersteller. OT: Die Bodies gibt es sogar für Meerschweinchen – da geht bei der Modenschau im Gehege wahrscheinlich die Post ab.image

Wir sind aber erst einmal zum Trichter zurückgekehrt. Und die Einzige, die drunter leider ist die Katzenfrau, die sich wie ein Rabenmensch fühlt, weil sie ihre Katze mit so was rumrennen lässt. Ich wünsche meinen Leser(innen) einen super Jahreswechsel und werde diese einmalige Gelegenheit schamlos ausnutzen und Euch mit Katzenbilden zusch…üttenimageimage

NADELMAPPE….sie schon wieder?

Ich bin ja eher weniger esoterisch. Es muss jedoch am Vollmond gelegen haben, neulich. In den letzten Wochen stieg meine Unzufriedenheit mit den beiden ersten, von mir selbst genähten Nadelmappen. Erstens zu labberig und zweitens wollte ich Druckknöpfe anbringen, um die Mappen zu verschließen. Also habe ich zwei neue genäht. Aus Filz- und Stoffresten. Das Vollmondige daran ist, dass Ronny auch mitmal spontan ’ne Nadelmappe genäht hatte und bei Dawanda seit Montag Nadelmappen und Projektbeutel in meinen Empfehlungen lungerten. Wenn det jetz ma kein Zeichen iss, wa? Weiter im Text: Dann habe ich zum testen nähfreie Druckknöpfe gekauft und dran gepinnt, einmal ist es schief gegangen, da habe ich falsch herum getackert.2012d Ist aber erst mal nicht schlimm ,weil die Festigkeit des Mappenkorpus‘ stimmt und der Filz ein super Schutz für die Nadeln, speziell die dünnen Stärken aus Holz ist- nur leider klappt es mit der Dicke der Filzes nicht, hier Kam Snaps zu verwenden- jaaaa ich hab jetzt auch so ein Tool. Warum? Na: WEIL, hihi. Ich hab noch ne Menge im Nähsektor vor in 2014 und freu mich schon. Ich werde bei Gelegenheit probieren, ob ich den falsch herum aufgebrachten Druckknopf entfernen und richtig herum einen neuen Druckknopf reinbringen kann. Da ich aber mindestens noch zwei Nadelmappen nähen möchte, bin ich da nicht büxbang.

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On a Thursday’s noon: Tuesday’s Answer

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Die verweihnachtete Strickfrage kommt diese Woche nicht am Dienstag,sondern am Donnerstag, wenn alle sich vom Rollbratenanschlag und Rehrückenwälzen erholt haben. Aber wie immer kommt die Frage vom WollschafimageDas Wollschaf war leider etwas unpässlich und entschuldigt sich für die verspätete Dienstagsfrage von dieser Woche!

Lasst ihr eure Nadeln / euer Strickzeug ueber die Weihnachtsfeiertage ruhen? Oder sind vielleicht die Feiertage (und die Zeit zwischen den Jahren) gerade die Zeit, in der ihr viel strickt?

Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!

Euch allen noch ein schönes Weihnachtsfest!

Ich stricke/Spinne/Webe/färbe auch an den einzelnen Weihnachtsferiertagen, an den Tagen zwischen Weihnachten und Sylvester und darüber hinaus. In dieser Zeit des Jahres habe ich beruflich bedingt „Zwangsurlaub“ ( ich mach des aber gerne mit) und selbst wenn Besuche anstehen, so ist doch immer noch mehr Zeit fürs Werkeln als im normalen Arbeitsalltag. Dieses Jahr steht Weihnachten bei uns im Zeichen der Entspannung, es gibt überhaupt keine großen Gelage oder irgendweinen Tortenterror und das bedeutet, noch weniger Pollymollyvorbereitungsstress und noch mehr Zeit um zu quatschen…und dabei strickt Frau Fadenwerk. Aufgrund meiner körperlichen Eingeschränktheit müssen wir diese Weihnachten nicht reisen und auch das bedeutet noch mehr Entzerrung. Ich habe auch vor Weihnachten tatsächlich die Muße gehabt, mir zu überlegen, was ich denn gerne noch anpacken würde. Also insgesamt ist alles schick und toll. Ich wünsche Euch viel Freiheitszeit und Freude ,egal ob mit oder ohne Nadeln, Spinnrad, Webrahmen und Co!

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Alle Jahre wieder oder: Frau kann auch übertreiben- kann sie?

Oder…how many projects are too many projects?

Eine Frage, die vielfach und wiederkehrend alle paar Jahre/ Monate in Blogs und Podcasts diskutiert wird. Ich persönlich habe mittlerweile 7 Jahre Strick- und Häkelerfahrung, seit 2011 spinne und nähe ich- und seit neuestem kommt dann noch dilettantisches Weben dazu (more of that sometime later). Meine Aussage dazu: There ain’t too many projects, it all depends on your deadline ;O) Ich habe keinerlei Lust, mich in diesem Bereich meines Privatlebens auch noch zu beschneiden. Wenn ich ein Projekt will, dann schlage ich das an. Oder spinne oder färbe es- oder zieh die Kette auf…. Ob und wann ich das dann fertig mache ( okay, bis aufs Färben da muss Frau durcharbeiten, hehe), das darf ich nach Tagesform entscheiden denn: Ich werde nicht nach Stück- oder Stundenzahl bezahlt, das ist mein HOBBY. Ich habe mal eine MP3-REGEL gehabt. Also Multi-Projects-3. Aber das war einmal. Jetzt habe ich alleine schon immer irgendwie drei Paar Socken im SOKO, stets in verschiedenen Stadien der Fertigstellung. Beunruhigt mich nicht die Bohne. Bei uns wimmelt es vor fertiggestellten Strickprojekten, Ufos sind nirgends versteckt, insofern bedeutet Mehrfachanschlagen keine Verdammnis zum Nieendenwollen von Strickprojekten. Sie werden IMMER fertig. Das liegt aber daran, dass ich wie ein Terrier veranlagt bin. Wenn ich etwas will, dann schlage ich das an und mache es aber auch fertig weil ich es ja haben will. Also ich habe keine „no-love-this-week“-Stücke. Weil ich nur  das mache, das ich will.Das kann unter Umständen schon mal sehr lange Zeit dauern, etwa weil ich das Ganze gefühlte 26 Millionen Mal anschlagen muss, wie den Revontuli, der mir als einziges der von mir anvisierten Tücher einfach nicht schön ordentlich gelingen will.  Sieht im Moment immer aus wie ein mehrfach benutzer Kaffeefilter. Aber ich tendiere nicht meht dazu, mich diese Unbillen des normalen StrickerInnen-Wahnsinns entmutigen oder gar frustrieren zu lassen. Der wird dann wieder aufgezogen, es wird in wenig über dem Thema meditiert und irgendwann wird err dann wieder  angeschlagen. Und ich kann mir sicher sein: Irgendwann fluppt et dann. Und bis dahin hab ich ne Menge Sachen gelernt….auch wenn ich bis jetzt noch nicht sagen kann- zu welcher Fragestellung überhaupt *schmunzel*.

Knitting-Burnout ? Nee, danke. Ich fahr lieber das Pipilotta-Prinzip und mach mir die Welt…naja der Rest ist bekannt.

Ist das nicht ein wenig militant und kategorisch?

Ja frau kann immer übertreiben und meine Haltung mag übertrieben erscheinen, aber: Es gibt einfach kaum noch Bereiche, in denen sich der moderne Mensch wirklich abgrenzen kann- das hier ist so eine Bastion des selbstbestimmten Arbeitens und Schaffens- und da lass ich mir von keinerlei Vorgaben die Flügel stutzen ;O)

Kreativität geht -wie Liebe- nur in Freiheit.

Mein persönliches Fazit für 2013.its not a hobby23.11.2013 a23.11.2013 bblau2kammzugbflcollorenburgrot12013 58314.04.2013 1

SOKO- Endspurt 2013

imageNeues aus Sockerbü oder so …. die Socken für den Göttergatten gingen superflott, allerdings sind die auch auf 2,5er Nadeln gestrickt in Schuhgröße 41- also nicht wirklich langwierig. Da wieder ohne Muster gewünscht war, ging der Strickprozess schnell während eines Doppeltatort-Donnerstagabends zuende. Mir hat dieses Mindless-Projekt auch wirklich Spaß gemacht und lief einfach so nebenher, ganz ohne Zeitdruck, Sowohl der Göga als auch ich waren dann erstaunt, wie schnell mittlerweile so ein paar Socken von der Hand geht, wenn kein aufwendiges Muster involviert ist. Vor zwei Jahren noch  war ein Sockenstrick ein Angang. Schön, dass es jetzt liebe Strickroutine geworden ist. Da freu ich mich.

Auf jeden Fall hat der BSE nun schon ein weiteres Knäuel Sockenwolle ausgesucht, wieder Regia, allerdings diesmal ein Wildling. Ich hab ihn noch nicht angeschlagen, bin aber schon sehr gespannt. Vielleicht darf ich diesmal zumindest am Bein ein klitzeklitzeklitzekleines Müsterchen stricken…..

Das Strickjahr 2013 nähert sich so langsam seinem Ende und ich hab noch so ein paar Paare, die ich fertigstellen möchte, mal schaun, ob es klappt….

 

Die Socken sind selbstringelnd in dunkelbunt und die Wolle ist die „Random Stripes“ von Regia, ein Garn, das ich ruhig zu den Lieblingsgarnen meines BSEs zählen kann ( best spouse ever). Da das Garn aus dem Knäuel ringelt wollte ich hinsichtlich der zu arbeitenden Ferse, der damit einhergehenden kurzfristigen Erhöhung der Maschenzahl und deren möglichen Auswirkungen auf das Ringelverhalten kein Risiko eingehen und habe deshalb wieder eine Ferse nachträglich eingestrickt. Mittlerweile mache ich das richtig gern und finde es ungemein praktisch. Es ist wieder die Bändchenspitzenferste, in einem anderen paar Socken habe ich zurzeit eine Bändchenspitzenferse mit Spickelzunahmen nach eigenem Rezept laufen und auch das macht einen schlanken Fuß, als Nächstes wäre dann die Bumerangferse als nachträglich einzustrickende Ferse auszuprobieren, da bin ich mir noch ob der Machart unsicher, aber : the future needs to be challenging oder so…..

Dienstag….# aus Gründen

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Jaaaaa, dass ich auch immer so spät im betreffenden Jahrhundert ankomme…nu isses also soweit, dass ich vor lauter Tweet-Hunting vergessen hab zu bloggen tzis! Die Faszination der Internetmedien und dann ist da ja noch Pinterest. Geil. Aber zurück zum Thema: Es adventelt bei 15 Grad Celsius und die Dienstagsfrage dreht sich um Weihnachten, sie kommt- wie stets- vom Wollschaf

„Gibt es in eurem Haus eigentlich selbst-gestrickte oder selbst-gehaekelte Weihnachtsdeko?

Wenn ja, was ist es? (Vielleicht moegt ihr ja auch ein Bild davon zeigen).

Wenn nein, warum macht ihr es nicht?“

Vielen Dank an Connie für die heutige Frage

 

Ich musste erst einmal eine Weile überlegen. Nicht weil wir viel Weihnachtsdeko hätten.Wir mögen es lieber etwas sparsamer, wenngleich durchaus kuschelig. Aber es ist eher so, dass ichdachte: „Shit, ich wollte dieses Jahr einen Friesenbaum mit selbst gestrickten Weihnachtskugeln bestücken“- UND HAB ES TOOOTAL VERGESSEN.

Wir haben keine selbst gestrickte Weihnachtsdeko.  Aber wir haben selbst genähte Weihnachtstischläufer. Und ich würde diese besagten Weihnachtskugeln gerne stricken und auch einmal einen Adventskranz- mir ist nur noch nix in den Sinn gekommen, dass mich so sehr fasziniert, dass ich sofort loslege. Ich brüte sozusagen noch. Sicherlich gibt es viel kitschiges. Aber ich bin erstens in dubio pro schrill und zweitens gibt es schon so das Ein oder Andere, das mir in der Richtung gefällt. So ein selbstgehäkelter Weihnachtsmann-Amigurimi …doch, kann ich mir schon vorstellen. Oder einen schön dekorierten Strickstern, vielleicht sogar in Lace-Optik. Hm..*grübel* Na, schade, dass ich nix von Vorsätzen halte, sonst würde ich mir das als einen solchen für 2014 vornehmen: Skandinavisch-schöne-Strickdeko für den Winter/Weihnachten…..

 

 

 

 

 

 

 

 

Camp reconsideration

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Ich hab mich ja schon geoutet. Als „Behmarian“. Ich mag die schlichten und wirklich gut nachstrickbaren Designs von Martina Behm, deren vermeintliche und von einigen erfahrenen Strickerinnen auch leicht abschätzig festgestellte Simplizität sich spätestens beim multidraping als absolutes Accessoire-Talent erweist. Ich strick die Dinger nicht, weil ich keine linken Maschen mag oder kann. Ich führe den Faden mit rechts und hab daher mit linken Maschen weniger Probleme, als der/die/das konventionelle Strickperson. Der Hitchhiker ist das erste Tuch im ersten Buch von Martina Behm. Deshalb ist er auch mein erstes Projekt. Ich habe dazu die Wolle genommen, die ich nach Auftrennen einer Mütze und zweier Stulpen wieder hatte: den Schoppel Zauberball schlagmichtotichhabdiefarbevergessen. Entweder „Frische Fische“ oder „Papagei“. Und den zu stricken macht sooo richtig Laune, geht nämlich total mindless. Sowas hab ich gerne. Echt jetzt. Nur hat meiner 47 statt 42 Zähne- aber ich bin ja auch wat länger als Frau Behm, da darf ich das.

imageWeil das Stricken so dermaßen flott ging und Lust auf Wolle machte, wurde auch gleich der Rest noch für die passende Mütze  verstrickt. Auf 3,5 er Nadeln ist das ein Klacks, eine Abwandlung der Wurmmütze ist es geworden.image

Der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, von alten Grundsätzen abzurücken, wenn der Farbverlauf es erfordert. Noch vor einem halben Jahr hätte ich mich geweigert, eine bereits fertiggestellte Mütze  UND Stulpen aufzuribbeln, nur um das Garn zu einem mir eher zusagenden Objekt zu verstricken. Und dann hörte ich den Podcast „Prairie Girls Knit and Spin“ und  da beschäftigten sich Sizie und Dani in einer Folge mit und ich dachte:

“ Die Gedanken kenne ich, sowas plagt mich auch, wenn ich an die Zauberballmütze denke…“

Da war es nur noch eine Frage von Tagen, etwas Ribbelkarma und dem richtigen Quatum Rotwein und schwupps wurde alles aufgetrennt. Und ich bin begeistert. Der Hitchhiker und die Mütze tragen sich super. Nur für Stulpen war dann leider keine Wolle mehr übrig. Aber es ist ja nicht so, alsob ich nicht noch passende Farben anderer Garne hätte *flööt*

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Und Garne hats: Corriedale und dunkelbraune Falklandwolle als Zweifachzwirn, extrem warm und flauschig. Das andere…Alpaka und noch irgendwas- aber genau weiß ich es nicht mehr.  Ich weiß, dass es eine Zwiebelschalenfärbung ist, die ich mit Kupfersalz weiterentwickelt habe. Supermuckelig und es hat Spaß gemacht, Alpaka spinnt sich von selbst. Die Pflanzenfärbung war noch zu struppig, den Kammzug hatte ich vor dem Spinnen nochmal sicherheitshalber durchkardiert- und das hat sich gelohnt. Hätte ich denn Kammzug so stumpf und „klebrig“ versponnen, wie er von der Trockenleine kam, hätte das meinen Bizeps  für die Armdrückweltmeisterschaften qualifiziert. Es war eine lange Woche und bin recht fertig- mit diesen Bildern , deren Trübheit dem November/Dezember geschuldet ist, verabschiede ich mich ins Wochenende! Es warten Quadratlatschen-Gammlos und wunderschöne Dunkelbunties auf mich und eine „Pistole“ kam heute auch mit der Post…the story is to be continued……..imageimage image image

This week no Tuesday- but Heidi-day or Pilling Problems

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Diesen Dienstag ist die gestellte Dienstagsfrage durch meinen letztdienstätigen Artikel von meiner Warte aus beantwortet, deshalb setze ich heuer aus und freu mich auf die nächstdienstägige Frage. Heidi hat mich aber auch was gefragt: „Schaden Flusenrasierer der gestrickten/gehäkelten Mode?“

Heidi, weil Du es bist, die treueste meiner Blogleserinnen und die bester aller Bonner Horrorbuchautorinnen  und weil Du einfach auch noch eine begnadetete Kreative im Textilbereich bist, MUSS ich hier auf diese Frage antworten:

Es gibt Fusselrasierer, die batteriebetrieben sind. Meist ist das ein hinter einem Rasierergitter rotierendes Messerchen, dass die Pilling-Pompons abrasiert, also die Dinger, die Heidi  ganz unprosaisch als “ so Knubbel halt“ beschrieb. Ich habe, dem Himmel sei Dank eher weniger Pilling-Probleme, da ich entsprechend ausgerüstete Wolle bei Socken vertricke. Bei den selbstgesponnenen Garnen hatte ich bis dato auch noch kein Pilling, fragt mich nicht warum, ich rüste meine Self-Spun nicht aus, also wachse die oder Ähnliches .Aber bei Filz- und Wollwalkprodukten, die ich nach wie vor eher kaufe als selber herstelle, habe ich das Problem mit dem unschönen Abrieb schon mal eher. Und da greife ich in der Tat sehr gerne auf besagten Fusselrasierer zurück. und kann nicht behaupten, dass es dem Material schadet oder einen schnelleren Verschleiß herbeiführt. Aber following the laws of thermodynamics, muss das wohl doch so sein. Aber vielleicht ist der Effekt so gering, dass frau drei trilliarden Jahre lang ein solches Werkzeug zum Einsatz bringen müsste, um eine signifikante Abnutzungbeschleunigung zu quantifizieren…oder so….

Anders verhält es sich mit den so genannten FusselKÄMMEN, die irgendwie wie eine Spätzlereibe funktionieren- und das gestrick/Gehäkel dann auch am Ende der Wintersaison wie mißglückte Kässpätzle aussehen läßt. Die Pillingfusseln werden hier mittels einer rauhen Fläche, die mich an Klettverschlussunterseiten erinnert vom Material abgerupft, was zu einer dauernden erhöhten Oberflächenöffnung und damit auch- abnutzung führt. Da würde ich die Pföten von löten, äh…lassen. Nix gut für Fummel und Klamotte sozusagen.

Und weil es doch so schön adventelt, hier einer der Ohrwürmer, die mir unser Chor angetan hat

Das klassische Maria durch ein Dornwald ging

Rapunzel

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Der Rapunzel- erst wollte ich diesen wirklich lustig konzipierten Schal nicht stricken. Dann ging er mir nicht aus dem Kopf. Dann habe ich schon mal die dafür vorgesehene Sockenwolle hervorgeholt und habe mir noch ein paar Tage lang überlegt, wie genau ich das Grundkonzept verändern möchte.

Für meinen ersten Versuch entschied ich, den Schal aus Sockenwolle zu stricken, denn Sockenwolle ist stabil und (maschinen-)(haumichned) waschbar. Leider Nadelstärke drei, für einen Schal ist das eigentlich zu dünn, denn frau strickt dann eeeeeewig. Ätzend. Aber den Schal für meinen Vater hatte ich ja auch auf dreier Nadeln gestrickt und es überlebt. Dann habe ich mich entschieden, den Grundmustersatz nicht wirklich zu modifizieren. Der einfache Mustersatz erschien mir jedoch in verzopftem Zustand einen einen zu dünnen Schal zu ergeben, also hab ich den einfach verdoppelt. Herausgekommen ist eine fünfzopfige Leiter, die mich in den Wahnsinn getrieben hat. Der Mustersatz ist 7 Maschen hoch. Du strickst 5 Riehen, dann musst Du alle 6 Maschen 15 Maschen abmaschen und in der nächsten, also der 7. Reihe alle 6 Maschen wieder 15 Maschen aufschlagen. Und das 5 Mal alle 5 Reihen. Das ist kein wirklicher Spaß. Das Ergebnis ist aber geil, hehe.imageimage