SOKO- Göga und Impressionen

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Manchmal wird es ja doch Sommer in Deutschland, so auch jetzt. Da bin ich sehr zufrieden und spinne sehr fleißig mit meiner Handspindel, vorzugsweise in der Sonne, gerne auch im Halbschatten unseres Innenhofes. Die Handspindeln erlauben mir jedoch auch kleine Ausflüge auf die Hofgartenwiese. Hier doch zunächst die fertig gestellten Socken für den Göga, die schon seit vergangener Woche geschlüpft sind, jedoch noch nicht fotografiabel waren- der Liebste musste eben immer bis in die Puppen arbeiten. Nun habe ich ihn aber mal besockt in freier Wildbahn erwischt.imageDie Socken sind mit Nadeln der Stärke 2,0  auf einer Rundstricknadel gestrickt- ich kann übrigens die Probleme mancher Strickerinnen mit den Übergängen zwischen Nadelkörper und -spitzen bei den Carbonz gut nachvollziehen, aber nachdem ich selber was dran rumgefeilt habe,  sind sie geschmeidig. Interessant ist auch, dass das nur bei den Sockennadeln auftritt, bei den Rundnadeln habe ich keinerlei Probleme, auch in Stärke 2,0 nicht. Meine Vermutung ist, dass das was mit dem Arbeitswinkel zu tun hat.

Die Socken sind top-down gestrickt und ich habe 80 Maschen angeschlagen. Auf ausdrücklichen Wunsch nur ein kurzes Bündchen, nach 50 Runden habe ich dann die modifizierte Hufeisenferse begonnen: Statt so hoch wie breit zu stricken, hab ich nur 30 Reihen hoch gestrickt. Statt eine gleichmäßige Verteilung der Mittelmaschen vorzunehmen, habe ich den Tritt verbreitert, indem ich die Anzahl der Mittelmaschen  erhöht habe. Also statt 10/12/10 habe ich bei insgesamt 40 Fersenmaschen 5/30/5 gestrickt. Dann kommen die umgekehrt verkürzten Reihen über die Bogenmaschen. Dann werden die Bogenschenkel gestrickt, also die jeweils rechts und links stehenden Seitenmaschen werden mit der letzten Masche der Bogenmasche zusammen gestrickt. Danach werden aus den Seiten der Fersenwand Maschen aufgenommen ( bei 30 Reihen Fersenwandhöhe sind das 15 Maschen) und eine Runde über alle Maschen gestrickt, dann beginnen die Abnahmerunden. Dieses Mal habe ich in jeder zweiten Runde die Spickelmaschen abgenommen, bis wieder 40 Maschen auf den Fersennadeln waren…..beim nächsten Paar werde ich das  mit  dem Prinzip versuchen, in jeder dritten Runde abzunehmen, wobei es bei der Passform nicht nötig ist. Da es aber nur 5 Spickelmaschen sind, macht das den Kohl nicht wirklich fett. Ich warte jedoch erst mal den Waschgang in der Wama ab. dann 20 Runden glat rechts, dann erste Abnahme. dann jeweils alle 10 Runden eine Abnahme pro Nadel, ab Runde 45 dann alle 5 Runden, ab Reihe 55 dann alle 2 Runden Wenn nur noch 6 Maschen pro Nadel aufliegen, wird im 3-needle-bind-off abgestrickt- aus die Maus . Dass ergibt dann Hobbitons in Schuhgröße 41  für breiten Tritt und hohen Spann und relativ kurze, breite Zehen. Insgesamt habe ich für dieses Paar  drei Socken gestrickt, da ich den ersten Durchgang nach Anleitung gemacht habe, quasi eine Art Maschenprobe. Die paßte schon ganz gut, das reicht bei selbstgestrickten Socken aber nicht, das sollte schon absolute Maßarbeit sein, sonst lohnt der Aufwand nicht. Deshalb habe ich an der ersten Socke abgezählt, wo ich wieviel Maschen mehr oder weniger haben will, das habe ich dann dokumentiert und nun gibt es für die 2,0-er Stärke schon mal eine Basismodell- Anleitung. Ich werde nun noch 2,5-er und 3,0-er machen, aber da mir die Hufeisenferse ECHT Spaß macht, ist das alles tutti.

Meine Spindelselbstbauten habe ich durch Raspelei, Schmirgelei und Lackierei ein wenig gepimpt und noch diverse Eigenbauten hinzugefügt, bezetwe verändert.
Momentan schraube ich an einer Ultrafeatherweight-DIY-Quasitahkli-Abenteuergeschichte rum, dazu aber später mehr. Dann berichte ich auch über die ukrainische Fallspindel, die ich mir zugelegt habe, in Ermangelung einer Kreuzspindel nach meinem Gusto, die ich gerne bei Threads Through Time  bestellt hätte. Mit  der Ukrainerin muss ich aber noch proben und  deshalb erstmal die netten Bildchen aus Innenhof und von der absolventenfeiergeschädigten aber nixdestotrotz sommerlich entspannten Hofgartenwiese.imageimage

So-Yo-ghurt selbst gemacht

imagenun bin ich zufrieden, denn ich habe nicht nur die richtigen Fermentarten gefunden und die richtige Rezeptur für Yoghurt und für Soghurt, sondern mein Energieverwendungsplan ist aufgegangen: Ich habe den Joghurt nicht im eigens aufgeheizten Backofen lassen müssen und auch keinen Joghurtbereiter gekauft: Ich habe einfach eine Isoliertasche mit zwei Wärmflaschen bestückt und das Ganze über Nacht stehen lassen- ich freu  mich, dass die Idee geklappt hat- drauf gebracht hat mich die Idee der Kochkiste, denn nix Anderes ist diese Isoliertasche. Was zum Kühlen funktioniert, muss auch umgekehrt funktionieren, dachte ich mir. Und so eine Isoliertasche kann ich nach Gebrauch gut falten und verstauen. Wie gesagt, ich hab nicht  so gerne so viele verschiedene Haushaltsgeräte rumstehen.

5 6Rezept:  1 L Milch oder Sojamilch  mit 2 Esslöffeln Maisstärke verrühren und kurz aufkochen. Dann auf 38 Grad runterkühlen lassen. Joghurtferment zugeben oder vier Esslöffel  eines  Ansatzes. Ordentlich  verrühren, ich lass immer die Zahnpuzteieruhr laufen, damit es sich 3 Minuten lang vermengt. Dann in Gläser füllen. Isoliertasche mit Wärmflasche bestücken, es gehen auch prima erhitzte Gelpacks. Handtuch drüber, Tasche zu und am nächsten Morgen „ernten“. Ab in den Kühlschrank für zwei Stunden und dann ist das lecker. Das ergibt einen quasi stichfesten Joghurt wie auf dem Foto. Wer es cremig mag nehme lediglich einen Esslöffel Stärke, wer es wirklich flüssig mag, der lasse die Stärke weg- mir ist die flüssige Konstistenz ned so recht, denn dann zieht es arg ins Müsli ein und ergibt so einen Papp, das mag ich nicht so sehr. Der Göga hat es gerne breiig und schätzt die Flüssigvariante…

41 2 3Das soll es dann auch zu diesem Thema gewesen sein, ich hab ja jetzt meine Methoden gefunden- wenn Ihr gute Rezeptideen habt, freu ich mich riesig über Eure Kommentare. Die Hanfsamen habe ich aus dem Reformhaus und NEIN, die machen nicht high, knuspern aber so schön. Bei uns gibt es die einmal mit Vaniellearmoma und einmal in der Richtung Schoko-Chili. Ziemlich lecker. Und von wegen ungesättigte Fettsäuren etc. sind die Dinger angeblich der Brenner. Ich bin aber eine Nahrungsopportunistin  und esse, weil etwas schmeckt. Und nicht, weil es gesund ist. Wenn sowas zusammenfällt, dann find ich das gut. Die Halbarkeit konnten wir nicht testen, denn 1 Liter Joghurt hält bei uns maximal vier Tage, dann isser verspeist, gerade bei der schönen sommerlichen Wörme dient er gerne auch mal als Mahlzeit, mit frischen Erbeeren und Kirschen oder Aprikosen MHMMMMMMM……

SOKO- Schlupfzeit

Nun ist es also soweit,  zwei Paar Socken sind geschlüpft: Die aus selbstgesponnener Sockenwolle96 habe ich mit 15 Maschen pro Nadel auf 3,0-er Nadeln gestrickt. Toe up, 2/2-er re-li. Das ging fix und die sind schon seit vergangener Woche fertig. Sie tragen sich genial und sind jetzt schlicht zu warm- aber im Winter in den Clogsies, da muss ich mir keine Sorgen machen.97 98 99 100 Die nächsten Socken werde ich bei gleicher Garnstärke jedoch auf 2,5-ern stricken.3-er Nadeln brauch ich gar ned nehmen, ich stricke einfach nicht fest genug, dass mir das gefällt. Die Socken sind weich und fluffig, auch wenn sie eher nach „kratzig“ aussehen- und ich bin schon echt feinfühlig in der Hinsicht.

Die Quenchies90 sind auch fertig und mit 17 Maschen pro Nadel auf 2,5-er Nadeln gestrickt. das Garn ist ein Baumwoll-Stretch-Sockengarn, Hausmarke bei Wolle Rödel, verstrickt sich super und ist absolut trageangenehm und der Grund dafür, dass ich nun DOCH Baumwolle spinne. Die haben sich auch schnell stricken lassen und die hier gewählte Methode, eine Socke auf zwei Rundstricknadeln zu stricken war sehr angenehm94– ich mag aber auch sehr gerne auf Nadelspielen stricken und kann nicht  sagen, dass ich jetzt nur noch die eine oder die andere Variante machen möchte. Ich find beide gut.95Bei Tageslicht in unserem immer noch flutverömmelten Innenhof geschossen, damit wenigstens die Sockenfarben gut rauskommen- ich hoffe, nach ein paar warmen Tagen können wir hier ein wenig klar Schiff machen. Der Müll ist zwar weg, aber bei jedem Regenguss steht der übersättigte Boden im Wasser- wir brauchen keine Stühle oder so aufstellen. Ätzend- so macht schöner Wohnen keinen Spaß.

Fadenwerk goes off topic oder: Entschuldigung, ich bin KEIN Öko

Wer strickt, der gerät spätestens dann ins Visier leicht zu beunruhigender Mitmenschen, wenn  das Stricken nicht nur am heimischen Herd stattfindet, sondern das Gewerk auch mit in Restauraunts und Cafès genommen wird. Ich für meinen Teil nehme auch schon mal eine Handspindel mit, wenn ich keine Lust auf Stricken habe. Ich hab mir sogar bei einem Vortrag bei Frau Schwarzer von ebendieser anhörendürfen, dass SIE Handarbeiten und handarbeitende Frauen stets als rückwärtsgewandt, ökoromantisierend empfunden habe. Kam bei ihr im Ekelfaktor gleich nach den Autonomen Stillgruppen, wenn ich das richtig verstanden habe. Seinerzeit war mir das peinlich, weil alle im Auditorium mich anglotzen. Aber ich hab damals schon gewußt, dass Frau Schwarzer nicht nicht alles richtig einordnet und war deshalb nicht weiter beunruhigt. Wenn ich erzähle, dass ich Wolle wasche, kardiere und verspinne, dann wird meist ein ökologisch-verbrämtes Aussteiger-Ideal vermutet. Selten kommt jemand drauf, dass frau einfach keine Lust hat, immer das zu konsumieren, was ihr vorgesetzt wird- selbst zu färben ist nämlich nicht  wirklich öklogisch und schon gar nicht ökonomisch, wenn man Energie- Wasser und Ressourcenaufwand insgesamt betrachtet.

Ich erzähl es trotzdem und wenn ich es nicht erzähle, dann verbeitet mein Mann die frohe Kunde- der findet das nämlich geil. Nun habe ich ein Experiment in Sachen Joghurt selber machen gewagt, einfach nur aus Neugierde und weil mir die Sojajoghurts mit zu viel Konservierungsstoffen drin irgendwie auf die Klicker gehen. sojaversucheinsIch kann es nicht genau sagen, warum, denn ich bin dankenswerterweise von Allergien soweit verschont. Und die Naturjoghurte aus Kuhmilch ( ja ich steh auf Milchprodukte und nein, ich esse Soja nur da, wo es mir schmeckt und nicht da, wo es mir eine Ideologie gebietet) Also ab ins Reformhaus und nach Ferment gefragt, denn ich wollte beides probieren: Mit Ferment und zuerst mit Joghurt selber weiter züchten aus einer gekauften Packung ( ja, aus dem Biomarkt, ich geh da gerne einkaufen, aber nicht alles wird dort eingekauft weil ich nämlich nicht Krösus bin). Kaum komm ich um die Ecke gefegt, treffe ich auf eine Nachbarin die mich fragt, was ich denn so Schönes eingekauft hätte. Ob meiner wahrheitsgemäßen Antwort zieht sie die Augenbraue hoch und fragt: „Sind Sie jetzt auf dem Biotrip? Ich mein, Sie machen doch auch so mit Wolle, nicht?“ (und es schwang mit : „Und Sie haben auch kein Auto nicht und keinen Flachbildschirmfernseher und kein Handy, gell?“ Die Gute ist Informationensammeln besser als die CIA). Ich war versucht zu antworten “ Nein wissen Sie, ich leide seit Monaten an einem seltsam nässenden Hautausschlag und nachdem nun das frische Blut geschlachteter Kälber nix geholfen hat, dachte ich, ich versuche es mal mit Joghurtferment“- ich hab dann natürlich NIX dergleichen von mir gegeben sondern nur darauf verwiesen, dass ich kein Öko sei und nicht gedenke, demnächst im Innenhof Misteln und Hanf zu pflanzen, sondern einfach nur mal probieren wollte, wie sowas denn schmeckt, wenn es nicht industriell perfekt hergestellt ist. Ich finde es nicht schlimm, hinterfragt zu werden- nur wenn der Blick meines Gegenübers dann schon ausdrückt, dass mein Verhalten Veranlassung genug sei, die entsprechende Kopfdoktoren zu benachrichtigen und ich mich dann dazu genötigt fühle, mein durchaus cooles Verhalten und meine Experimentierfreude nach Außen zu verteidigen, dann werd ich zickig. Früher hab ich dann mit unverschämten Antworten und einem bezaubernden Lächeln reagiert. Heute lächele ich nur noch nachsichtig, antworte sachlich und schreibe dann einen zynischen Blogartikel- Schreiben ist ja bekanntermaßen Therapie und so muss ich nicht immer 120 Euronen pro 50 Minuten vershrinken- da kann man ne Menge Joghurtferment für kaufen *zwinker* Also ich habe dann auch noch einen kleinen Erfahrungsbericht: Das hat geklappt, der Joghurt ist noch etwas flüssiger als der gekaufte, ich gedenke das mit einem besseren Auflösen der zugefügten Speisestärke zu kompensieren, dort, wo sie sich abgesetzt hat, ist er nämlich sehr gut fest.Sojaversucheinsdiezweite Aber der Geschmack des Sojajoghis ist super, den mampf ich jetzt erst mal auf und wenn die Gläschen leer sind, dann mach ich das Ganze mit Kuhmilch und Schafsjoghurt und danach kommt die Versuchsreihe mit Ferment. Ich werde auch noch ein alternatives Andickungsmittel probieren, so Agaragar oder so. Hier habe ich 1 L Sojadrink mit 4 Eßlöffeln Speisestärke von REWE ( Maisstärke zum Backen) vermengt, das ganze auf die Herdplatte gestellt und mittels Speisenthermometer auf 40 Grad erhitzt. Den Backofen habe ich auf 50 Grad vorgeheizt. Als der Sojadrink die 40 Grad hatte, habe ich den Sojajoghurt ( kleiner Becher) reingerührt und dann die Pampe in die Gläschen gepackt, die in eine Auflaufform gestellt und diese wiederum in den vorgeheizten Backofen gestellt, der dann ausgeschaltet wird. Das Ganze habe ich dann 6 Stunden drin ruhen lassen und dabei einmal noch ca nach 3 Stunden den Backofen für 50 Minuten auf 50 Grad gestellt- also quasi noch einmal auf 50 Grad vorgeheizt. Das hat geklappt. Ich will nämlich einen Joghurtbereiter, das find ich blöd, immer so Geräte rumstehen haben- und Strom wird so oder so verbraucht. Wenn ich das wirlich öfter mache, dann werde ich ausprobieren, ob man die Wärme mit einer Kühlkiste über nacht halten kann ( es gab dorch früher dieses blauen Kisten, die man mit so Kälteakkus geladen hat um die Cola im Freibad kalt zu halten….das müsste doch auch umgekehrt mit Wärme gehen, hab ich gedacht)- oder ich bau mir eine kleine Kochkiste, wie sie in den Weltkriegen in Nutzung waren. Aber erstmal ausprobieren mit den vorhandenen Mitteln.Die Einmachgläser kann man schön Spülen, die Hitze macht denen nix und außedem schaut es nett aus, wie ich find.

SOKO goes madness oder: Hufeisenferse

 

Die erste Socke für den Göga ist nun an der Ferse angekommen, bezetwe zum Zeitpunkt dieses Posts bereits überschritten, ich sollte hinzufügen: Dem Himmel sei Dank,denn ich habe mich aufgrund der bereits vorher erwähnten Fußanatomie des Allerliebsten für eine Hufeisenferse entscheiden, also eine Form der Käppchenferse mit Trittverbreiterung durch verkürzte Reihen. Die Anleitung in meiner privaten Sockenbibel “ Der geniale Sockenworkshop“ von Ewa Jostes und Stephanie van der Linden ist super verständlich, die CD sehr gut gemacht und es hat alles ansatzlos geklappt, ich finde diese Sockenform super angenehm zu stricken, diesmal habe ich magic loop benutzt und fand das auch ne tolle Sache, ich mag so ziemlich alle möglichen Methoden, die einzige, die mir jetzt noch fehlt ist, zwei Socken auf einmal auf einer Rundstricknadel zu stricken. Ich bin auch noch nicht interessiert, da ich ja bekanntermaßen kein Second-Sock- Syndrome habe, sondern eher unter dem Second Sleeve-Syndrome leide, und dann dieses Methode eher bei meinem nächsten Pulliprojekt probieren würde…aber abwarten.1Zurück zum Thema: Die Strickerei entpuppte sich absolut unproblematisch und ich war schon restlos begeistert, da habe ich den Socken an meinem Fuß probiert und war ob der mangelnden Paßform entsetzt. Dann dachte ich: Okay, mein Tritt ist absolut schmaler als der von Herrn Löwe und ich habe negativ- Spann weil: Tausdenprozentzige Plattfüßerin . Abends musste dann Herr Göga her “ reich mir mal Deine Hobbitmauken, ich muss mal gucken“- der Söck war von der BREITE her super, aber machte den Eindruck, eine um ca. 10Maschen  zu lange Fersenwand zu haben. ich wollte nun ribbeln, der Liebste jedoch bestand darauf einmal ein Bug-Modell durchzustricken um zu prüfen, ob es wirklich BUGS sind oder nicht. Daraufhin habe ich dann den Fuß bis zu den ersten Abnahmen für die Bänchenspitze gestrickt und siehe da: Es schmiegte sich die Ferse ansatzlos geil an des Hahavorstas ( Verballhornung eines SBG-Begriffs: Haushaltsvorstand, ein Begriff, den Herr Löwe haßt wie die Sau den Metzger) Füße, es brach allgemeine Begeisterung aus. Somit wird also heute fertig gestrickt, dann komplett probiert, die Dokumentation korrigiert und dann der zweite Söck versucht. Hier schon einmal ein paar Impressionen

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Ich bin dann doch immer wieder erstaunt. Was mir  so alles noch einfällt, was man ja mal machen könnte. So zum Beispiel bin ich über das Hören der diversen deutschsprachigen Podcasts ( ich finde es wunderbar, dass diese Frauen sich die Arbeit machen, so regelmäßig und lebendig zu podcasten, soviele Themen mit rein zu nehmen und auch mal jenseits des Tellerrandes ihre Gedanken schweifen lassen.) wieder auf den Gedanken gekommen: „Mensch Handschuhe wollte ich ja auch immer mal selber stricken“. Kluges Kind, das ich bin, habe ich mir aber rechtzeitig selber gesagt: „Erst einmal wird der SOKO abgefrühstückt und der Schal fertig gemacht- solange muss das warten.“ Also hier kein neues Projekt angeschlagen- mal abgesehen davon, dass mir beim Aufräumen dann auch die kleine Diana mit dem Hauptthema “ Handschuhe häkeln“ in die Fingerchen fiel… Dann aber kam ja vor vier Wochen die Spin Off und letztes Wochenende hatte ich Muße, sie genauer zu studieren. Es ging um antike Handspindelwirtel und Handspindeln im Allgemeinen- schwupps habe ich mich wieder an meine Spindelherde erinnert und die Liebchen mal begutachtet.Drei habe ich mir dann geschnappt und bewollt.

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Nicht nur, dass ich über einge sehr nette gekaufte Exemplare verfüge- ich habe mich auch im Eigenbau versucht. Und dann bekam ich Lust. Lust aufs Handspindeln. Augenblicklich läuft vorrangig der ESpinner, da mein Gangliom an Meniskus stresst und Treten jetzt nicht die Betätigung der Wahl ist. Nach der Maloche infolge der Überschwemmung in der letzten Woche ( wobei es diesbezügllich übrigens bald munter weitergeht, wenn die Handwerker erst mal die heiligen Hallen mit Baustaub verwüsten) bin ich knietechnisch sehr arg angeschlagen. Und auch wenn ich den ESpinner liebe, weil er mir das Handspinnen trotz Knieprobleme ermöglicht, so war mir dann doch nach lila Merino. Und nach Blauholz aus Kaltbeizefärbung. Und …man glaubt es kaum: BAUMWOLLE. Wie ich auf das Schmale Brett komme? Nein, nicht weil ich plötzlich meine Liebe zu Baumwollhandstrick entdeckt hätte- das ist definitiv nicht meine Faser als Solist. Ich schätze Wolle-Pflanzenfasermischungen das ist keine Frage. Und ich interessiere mich mitmal für selbstgesponnenes Sockengarn. Nun kam mir die Idee, die Planzenfasern in Form von Seide, Soja und co. nicht nur reinzukardieren, sondern reine Pflanzengarne zu spinnen und mit Wollsingles zu zwirnen, schön lecker im Überdrall, so dass das Ganze stabil genug für Socken wird. Also habe ich nun meine Tahkli aktiviert und spinne mich munter durch das Schnupperpaket Pflanzenfasern vom Wollschaf. Augenblicklich bin ich mit der Baumwolle zugange und erstaunt, wie leicht es mir fällt- ich kann mich an ähnliche Versuche vor ein paar Monaten erinnern, die nicht so super gut liefen.30 31 Meine Spinning skills haben sich also verbessert, wenn das mal nicht befriedigend ist. Die dunkle Spindel mit dunkelblauem Garn ist aus der Drechselwerkstatt Uwe Matthes und eine Tibetanische Supportet. Sehr schön, vor allem nachdem ich sie mit einem Haken versehen habe- der half hatch als Befestigung am Spindelschaft ist jetzt nicht so meins und wo ich kann, nutze ich gerne Haken. Bei meiner Bestellung damals wußte ich das aber noch nicht,dazu war ich noch zu unerfahren. Die Tahkli mit der weißen Baumwolle ist eine Pear (Wirtel aus Holz in Birnenform)und keine Coin (hier bestgeht der Wirtel aus einer mit einem Loch in der Mitte versehenen Münze= Coin)- wobei ich jetzt nicht weiß, ob eine Coin leichter wäre. Leider kenne ich keine Währung, die noch dem alten Stockgeld entspricht und noch irgend aufzutreiben wäre, ich werde demnächst im Internet mal nach Coin Tahklis recherchieren. Die kleine Handspindel mit dem Holzrad ist ein Eigenbau, sehr klein und damit schön mitzunehmen und spinnt super , da sie extrem leicht ist: 20 Gramm.


Die kleine Spindel mit dem Holzporzellanknauf35 daneben ist auch schön klein, wiegt aber das Doppelte – geht dafür schneller. 34Ich habe  den lila Merinokammzug auf einer Spindel mit Keramikknauf gemacht, die man sowohl als Fallspindel, als auch als Supported nehmen kann, geht beides prima, je nachdem, welche Garndicke ich spinnen will.36 37Liebe LeserInnen: Ist das jetzt mit der Schrift eingentllich besser als die Schrifttypen in vorherigen Artikeln? Ja, ich weiß, auch meine Tippfehler sind ein Ärgernis- ich gelobe Besserung ;O) Für Rückmeldungen bin ich dankbar!!!