Marzipanus

als ich diesen selbstgefärbten Kammzug sponn und zwirnte, kreisten meine Gedanken ständig um Marzipankartoffeln- zum Glück ist Weihnachten und die Droge somit saisonal wieder legal….

die machen wir übrigens nur noch selber, weil wir so den Mandelanteil deutlich höher machen können, und etwas echtes Rosenwasser gehört halt auch rein…hmmm

… 100% Alpaka, Navajozwirn

Happy Mess Dress

Dieses Kleid ist ein destash-Projekt und auch schon seit einigen Wochen fertig. Es ist aus mehrheitlich selbstgefärbten und  gesponnnen Schurwollgarnen: Das Grün-Lila des Oberteils ist zweifädig verstrickt. Einmal ist es ein Single aus dem grünen Merino-Kammzug vom Wollschaf. Das Lila ist Milchschaf mit Blauholz gefärbt. Die Orangetäne sind aus mit Krapp gefärbter Wolle  und die gelben Partien sind aus mit Zwiebeln gefärbter Wolle. Das Kleid ist von unten nach Oben in einem Stück gestrickt, die Ärmel habe ich mit einer Armkugel aus verkürzten Reihen herausgestrickt. Es gibt keine Anleitung, das Stück habe ich einfach mit 200 Maschen auf Nadelstärke 5,5 angeschlagen und dann die Zu-  und Abnahmen nach Anproben gemacht. Man kann es mit Strümpfen und hohen Schuhen tragen- aber auch auf eine Jeans mit Clogs kombinieren. Ich mag solche Teile und die Farben machen einfach gute Laune. Die Wolle ist tatsächlich weich genug, um nichts darunter ziehen zu müssen- aus hyghienischen Gründen tue ich dies jedoch immer, denn die selbstgestrickten Sachen wasche ich nicht nach jedem Tragen wie Jersey-Shirts. Aber einige Wäschen bei 30 Grad Wollwaschgang und Dampfbügeleien hat mein Happy Mess Dress schon hinter sich und freue mich, dass die Pflanzenfarben alle farbecht sind.

happymessdress1

happymessdress3

Blauholz- der Name ist Programm???

Wenn ich mit Blauholz färbe, dann rechne ich meist mit einem prupurfarbenen Ergebnis. Und je mehr Züge ich aus dem Fabrsud mache, desto heller wird das Ganze, bis ein Rosenholzton übrig bleibt.
Nun habe ich Kaltbeize angesetzt, Süddeutsche Merino einen Tag lang drin  liegen lassen und dann gründlich gespült. Dann habe ich Blauholz in Wasser aufgekocht und die Wolle rein dazu gegeben. Heraus kam etwas völlig Unerwartetes, hier die drei Züge, jeder war 40 Minuten drin:
Blauholzdritterzug BlauholzersterZug Blauholzgesamt Blauholzzweiterzug

 

 

Mein Kleiner hält mich auf Trab

 

ESpinner1Gemeint ist mein kleiner Espinner, der seit ein paar Tagen hier wohnt und wirklich wirklich spannend ist. Es ist der Ashford Espinner, erstanden nach Beratung mit dem Wollschaf. Ich habe diverse andere Modelle während meiner Recherche im Internet entdeckt. Aber abgesehen von Preisen, die grundsätzlich über dem Doppelten liegen, die dieses kleine Arbeitstier kostet, sind die meisten nur in den Staaten oder Canada direkt zu beziehen und ich war noch nicht heiß genug auf einen Espinner, um mir Wartezeit und Diskussionen mit den Zollbehörden antun zu wollen. Insgesamt war ich eher kritisch, die Betonung liegt im Tempus. Ich bin nun nach der Testphase total begeistert, ein super  Maschinchen ist das. Manko: Die Abhängigkeit von einer Steckdose. Aber für die Spinntechniken von Ultradünn bis mighty bulky gut geeignet, stufenlos regelbare Geschwindigkeit und auch ein Fußpedal würde das Teil in meinem Empfinden nicht wirklich optimieren. Was das Zwirnen betrifft habe ich da noch keine endgültige Meinung, für die Navajo-Technik ist es nicht optimal, geht aber auch, da frau es wirklich laaaagsam stellen kann. Einen normalnen Zwirn habe ich noch nicht gemacht, kommt nächste Woche. Die hakenlose Flügelvariante ist sehr komfortabel, werde ich in Zukunft verstärkt anstreben. Ich kann in allen möglichen Positionen spinnen, unter anderem auch auf meinem Sitzball , was meinem armen Rücken ultragut tut. Wobei hier auch die Handspindeln gute Dienste leisten, aber es dauert halt doch länger, mit der Handspindel zu spinnen, hier greift also dann einfach auch wieder der Zeitersparniseffekt. Er ist robust gearbeitet und geällig in der Haptik, leichter Spulenwechsel und der Aufbau ist eigentlich gar keiner, der kommt quasi vormontiert ins Haus. Klein und leicht, also auch super zu verstauen. Ein Transportgehäuse wäre noch ein offener Wunsch.Espinner2
Für mich ist der Espinner unter Knienentlastungsaspekten eine Ergänzung zum Spinnrad und zur Handspindel. Ich liebe es, verschiedene „Geräte“ zu bespinnen. Und bevor ich mir die Crazy Ella gönne, sollte es ein Espinner sein. Die richtige Entscheidung, nun ist das Sparschwein wieder schalnk und wartet auf neues Futter- und die Weihnachtsferoien stehen vor der Tür…Juhuuuuu! Genug Zeit, um alle Spinntierchen zu beschäftigen und das ein oder andere zu stricken, oder zu nähen??? Oder? Oder?

Shepherds Delight

Hier sind zwei Stränge handkardierter und handgesponnener Wolle, von einem dunklen Ichweißleidernichtwas-Schaf. Sehr schön von dunkelanthrazit bis silbergrau, kann man nicht schöner färben, ein interessantes Wollkleid hat das Tierchen. Ich hoffe, dieses Vlies noch einmal zu bekommen. Waschen, zupfen und kardieren ließ sich die Wolle super, gesponnen hat sich kein anderes von den erhaltenen Vliesen so schön wie dieses dunkle. Insgesamt habe ich von dieser Wolle leider nur 4 Stränge ( die beiden anderen sind schon länger fertig und akut weiß ich nicht, wo ich sie versteckt habe *hüstel*), es wird allein für einen Pulli nicht reichen. Mal gucken, ob ich es mit der dunklen Ouessantwolle kombiniere. Oben beide zusammen, darunter dann jeder solo.

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Allerlei Handspindelei

Nun habe ich den vergangen Wochen gaaaaaanz viel gesponnen und gestrickt. Ein Kleid ist fertig und schon heftig in „Benutzung“, aber noch nicht fotografiert. Das Wetter ist lichttechnisch kacke und irgendwie läßt sich nicht gut fotografieren.
Und ein dänisches Bindetuch wächst vor sich hin.
Ein weiteres Projekt im tunesischen Häkelbereich wächst auch und gesponnen habe habe ich, sehr ausgeprägt auf der Handspindel. Dabei habe ich den gleichen Kammzug auf verschiedenen Spindeln angesponnen. Hier habe ich zum Beispiel Maulbeerseide-Merino vom Wollschaf auf meiner Russischen Supportspinel, meiner Tibetanischen Supportspindel und auf der Pear Tahkli. Der Kammzug läßt sich superfein verspinnen und durch die Spinntechnik kommt der Glanz der Maulbeerseide hervorragend raus.

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Hier ein Langzeit-Projekt, den Kammzug habe ich auf meinen Selbstbauten und auf meiner ersten Kromski- Kopfspindel. Es ist der Merinokammzug vom Wollschaf in blau multicolor. Der läuft auch super, da habe ich eine Menge von, da ich daraus gerne ein Shirt stricken möchte.

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Last but not least ein robuster Single, den ich dann mit einem Garn verzwirnen möchte, das bereits fertig ist und auf Weiterverarbeitung wartet. Das ist handbemalter Merinokammzug, genauer: Süddeutsches Merino. Läßt sich gut auf der schweren Kopfspindel von Schacht verspinnen.Grundsätzlich ist diese Spindel jedoch eher etwas für Teppichgarn *grins* oder um zu Zwirnen. die Navajospindel ist ein Eingenbau, auch läuft der Kammzug super drüber, erbeutet habe ich die Wolle bei Wollknoll.

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The Spinner & The Happy Fisherman

oder was macht die Stadtspinnerin im Anglerbedarf-Laden?

Klaro, sie sorgt erst einmal für Verwirrung. Da steht sie nu, Stöckelschühchen, Hütchen auf ( iss  ja schließlich kalt im urbanen Dschungel) und Wimperklimper.

In den Regalreihen bärtige, einsilbige Männer, die das Angelgerät brummend begutachten und untereinander in einer Art geheimcodemäßgigen Grunz- und Nicksprache eloquent die Vor- und Nachteile des betroffenen Metallteils mit diversen Spulen und Zügen dran darzulegen.

Nachdem kurz die Blicke gehoben wurden und der erfahrene Anglerdedarfsladenbesucher eine erste Einschätzung der Lage vorgenommen hat ( „gehört nicht zu uns, kauft vielleicht ein Geschenk für einen Verwandten*die Betonung liegt auf dem maskulinum*- lass uns  mal besser in Deckung gehen, nachher fragt sie uns noch was“), verschwinden die Bartträger in dem Gewirr aus übermannshohen Stöcken und blinkenden Ködern, die frau auch prima als Modeschmuckbestandteile verarbeiten könnte.  Es herrscht tiefstes Schweigen. Von derlei Stille aufgescheucht verläßt die seltene Gattung allwissender Ladenbesitzer verwirrt die Deckung des in ständiger Umräumung befindlichen Warenlagers und kommt eilig an den Tresen, stutzt, als sie des Weibchens in Hut und Mantel gewahr wird und braucht drei Sekunden, bis der natürliche Verkaufsreflex einsetzt, leicht moduliert durch einen Fluchtabwehrreflex, der sich darin äußert, dass das Männchen zwar fragt“ Womit kann ich Ihnen helfen?“- dabei aber so glubschäugig aus der Wäsche guckt, als hinge es selbst an besagtem Köder und bemühe sich verzweifelt wie eine Bachforelle, frei zu kommen. Auch hat die Stimme einen gequälten Uunterton der Impliziert “ Wir führen keinen Lippenstift“.

Nun bin ich hart im Nehmen. Wenn ich unbedingt was kaufen will, lasse ich mich selten von unwilligem Verkaufspersonal abschrecken. Zudem ist dieses Exemplar auf eine  naturburschenmäßige Weise attraktiv, wenn frau Bärte mag. Ich mag sie nicht wirklich, weiß aber Muskelproportionen zu würdigen und bin in der Lage, meine Prioritäten anzupassen- ich will ihn ja nicht küssen, sondern nur angucken. Und Ihm etwas abkaufen von ich weiß dass er es hat und ich es brauche.
Also straffe ich mich ( was die Auggäpfel meiner Bachforelle nun gefährlich nahe an den Rand der Augenhöhle bringt), hole tief Luft und spreche betont langsam und deutlich , während ich strahlend lächle mein Begehr aus“ Ich suche einen Tiefenzähler“ DÄDÄÄÄÄÄ ich bin nicht nur ein erfreulicher Anblick Du Urmensch, ich kann auch Eure Sprache!!!!!
Köpfe gehen mit einem meinem Ruck in die Höhe, es setzt Gebrummel in meinem Rücken ein und der schöne, starke und vermutlich wasserdichte Bär vor mir schluckt und legt den Kopf schief. Schweigen. Mh. War das doch nicht der richtige Fachbegriff? Aber ich hatte doch Herrn Google gefragt. Also versuche ich es erneut, während mein Gegenüber ruhig abwartend vor mir steht und den Kopf schief legt. Erfahrene Redeseminarbesucherinnen wissen , dass das bedeutet: Der Typ nimmt Dich nicht ernst und will Dich vergackeiern.

Kann ich nicht leiden so eine Attitüde. Probates Mittel: Angriff der Killertitten. Also Knöpfe ich meinen Mantel auf ( iss ja schließlich warm hier in dem ganzen Testosteron-Hillbilly-Gemiefe, ziehe meinen Hut ab und schüttele mein Haar dabei ( leider ist es noch nicht wirklich lang, aber schütteln wie Sophia Loren kann ich auf alle Fälle- es geht ja um den Effèt). Der Zweimetermann vor mir nimmt Haltung an während seine erstaunlich blauen Augen sich zu  Schlitzen verengen und mich nun deutlich interessiert mustern, es erstirbt das Gebrummel in meinem Rücken- das gemeine Wald- und Wiesenmännchen ist mit Gucken meist schon so ausgelastet, das Reden dann halt eingestellt wird. Ich drehe mich einmal um meine eigene Achse, um mit vollem Körpereinsatz zu demonstrieren, dass mir WIRKLICH an diesem Tiefenmesser gelegen ist und rufe dann lockend “ Na ich meine so einen Rutenaufsatz ( hochgezogenen Augenbraue der Bachforelle, ob nun wegen meiner anglerischen oder anatomischen Versiertheit ist fraglich) mit dem man feststellen kann, wieviel Meter Angelschnur einem durchgelaufen sind“ Bei dem Grinsen, das ich gerade ernte bin ich dann doch froh, dass ich nicht eine Formulierung benutzt habe wie “ …einem durch die Hand gelaufen sind“ oder so.

Indiana Jones hat nun beschlossen, dass es mir wohl ernst ist und wuselt dientbeflissen los, ich ergehe ich in der genußvollen Betrachtung seines Gluteus Maximus‘ der in dieser Jeans wirklich recht gut zur Geltung kommt . Zwei Minuten Später halte ich das gute Stück ( also den Tiefenzähler) in der Hand und nun kommt auch der Text: “ Das geht bis 999 Meter, die Schnur legen Sie hier so und so ein – Pause, ein freundlich-schüchterner Blick- aber Sie brauchen den doch nicht zum Angeln, oder?“
Nun grinse ich zu ihm rauf, während er mich erwartungvoll anstarrt. Und sage
“ Doch…?“ und lasse unausgesprochen die Frage mitspielen “ Du Machoarsch glaubst wohl nur ein Kerl kann mit ner Rute umgehen, WAS?????

Das Gebrummel setzt wieder ein, ungläubig diesmal und die anderen Ladenbesucher pirschen sich in Kreisformation an der Tresen ran- erinnert verdächtig an Veloziraptoren Mir wird schlagartig klar: Angelnde Frauen haben Seltenheitswert. Und mir läuft ein leichter Schauder über den Rücken. Also füge ich eilig hinzu “ Nein, Scherz. Ich brauch das zum Spinnen.“
Während ich souverän den Geldbeutel zücke erkläre ich flugs, dass wir fleißigen Weibchen es müde sind, die Stranglängen per Hand auszuzählen und deshalb das Produkt unserer Schaffenskraft gerne durch die Mechanik auf die Hapsel laufen lassen um dann bis zu 999 Meter angezeigt zu bekommen.

Es wird wieder still, der große starke Häuptkling brummelt ( vermutllich ein “ habichsdochgewußt“) in seinen Bart und als er dann seinen nunmehr nicht mehr lauernden sondern eher enttäuschten Blick hebt sagt er:
“ Das macht dann 14,50″

Ich zahle, gehe begleitet von einem kollektiven Seufzen der Erleichterung, die Domäne dann wieder für sich zu haben hinaus und habe nun endlich das hier

Linecounter1Linecounter2Gesamtansichtich hab den Tiefenzähler einfach auf meine Lazykate geschnallt und lasse den Faden durchlufen, während ich das Garn auf den Niddy-Noddy- laufen lasse. Es funktioniert prima, nur aufgrund des Spulendurchmessers der Zählspule ist die Garndicke limitiert- ein Artyarn wird nicht so ohne Weiteres durchflutschen. Hier ist es ein Navajozwirn, 100g/ll165m, also schon relativ dick, so wie Filzgarn. der paßt noch gut durch.

Die Straße zum Sozialismus

… für steinige Wege und hartes Wetter gibt es bunte Muckelsocken.

Ich bin jetzt nicht auf der Strqße zum Sozialismus unterwegs, kömpfe mich aber durch eine dritte Woche der Vorweihnachtszeit, habe anhand des Überstundenzettels festgestellt, dass ich tatsächlich überarbeitet bin und freue mich auf eine kleine Auszeit, da ich ab Morgen Urlaub habe. Dafür ist Heute Jahresabschluss und  es wird nochmal knubbelig. Um dem Stress nun nicht noch auf den letzten Drücker erkältungsmäßg zu erliegen schlurpse ich dick eingemummelt in selbstgestrickte Seelentröster durchs Haus und fabriziere abends immer ein paar reih-chenweise warme Socken- auf dass ich dann nach dem Infektdrama im November für diese Saison mit den Infekten durch bin…Opalsockenwolle „Die Straße zum Sozialismus“ nach Hundertwasser mit Nadeln Stärke 2,5 in Größe 42 ( wie immer) gestrickt.

GoT: Ned Stark

„Eddard is in his mid-thirties. He has a long face, dark hair and grey eyes. His closely-trimmed beard is beginning to grey. His dark grey eyes reflect his moods, turning soft as fog or hard as stone.  Among his enemies, Eddard has the reputation

of having cold eyes. They are thought to reflect his frozen heart. Jamie Lannister finds similarities between the eyes of Eddard and those of   Roose Bolton.Eddard is neither as large nor as handsome as his brother Bandon was.

Eddard is known for his sense of honor and justice and his family finds him kind, although some consider his reserved personality a sign of coldness and disdain.“ (westeros.org)

You folks are right: I believe Sean Bean beeing darn sexy ;O)

100% Alpaka, dreifach navajo gezwirnt.

Das ist Luxus pur.