Creme brûlée- just another Artyarn

Ja, ich liebe Artyarns, ich bewundere bestimmte Artyarner und verfolge deren Kunst.
Und manchmal versuche ich mich selber. Eher bescheiden, aber mein Erstversuch seinerzeit ist nun Bestandteil der Winterfell-Strickjacke und die liebe ich heiß und innig- nun habe ich wieder einmal ein wenig
dick-dünn und coils gesponnen. Die Singles sind aus handkardierten Batts ausser dem Mohairfaden : Ouessant hell ( Heidi, ich hab dann doch nicht gefärbt*grins*), Karkul-Milchschafwollenmix in beige-grün und sandbraunes/dunkelbraunes kommerzielles Mohair von Amy Blatt, war noch ein Rest , der durfte mit rein.

Das wird ein Luxusschal, das weiß ich jetzt schon. Die Ouessantwolle ist ungefärbt geblieben, weil ich gelesen habe, dass die hellen Wollen bei diesen bretonischen Zwergschafen eher selten sind. Nun bin ich nicht der Naturtontyp- ich sehe darin meist aus wie frisch an der Schwindsucht erkrankt, aber als Schal mit diesen anderen Farben dazu…doch, das wird mir sehr gefallen.  Fasst sich ganz flauschig-warm und üppig an-Luxus halt. 3 Jumbospulen von Kromski sind proppenvoll geworden, da ging kein Haar mehr zwischen, aber Antoschka hat brav eingezogen und nicht einmal gemöppert.

Tunesisch gehäkelt Socke/ crochenit sock

 Zum „Tunesisch Häkeln“ muss ich bestimmt nicht viel sagen, da es momentan wieder ein Revival erlebt, sehr zu meiner Freude weil das bedeutet, dass das Nadelangebot speziell bei den Rundhäkelnadeln hier in Deutschland dann wieder ein Größeres sein wird. Ich habe meine ersten Rundhäkelnadeln für Tunesische Häkelei der Marke Pony im Jahr 2003 gekauft, seitdem gibt es diese Nadeln im Deutschen Einzelhandel anscheinend  nicht mehr (oder noch nicht wieder). Die Nadelspitzen von Knitpro habe ich dann im vergangenen Jahr erstanden. Allerdings weist die Stabilität bei Nadelstärke 3,0 starke Mängel auf , zumindest meiner persönlichen Meinung nach. Die Nadeln brechen recht schnell ab, in Anbetracht der Tatsache, dass sie nicht gerade günstig sind, ein bedenkenswertes Kriterium. Ab Stärke 4 sind die Knitprospitzen  für diese Häkelart jedoch wieder sorglos zu empfehlen..Diese und jedewede kleinere Stärke sollte frau in einem stabileren Material haben, ich habe Aluminium und fahre sehr gut damit.In Amerika gibt ein sehr schönes Set aus Nadelspitzen für crocheknit bei Strickdiva.com, allerdings wäre mir der Preis zu hoch, da shipping und Zoll noch drauf kommen. Deshalb warte ich jetzt mal ab, was sich auf dem Deutschen/Europäischen Markt so tut.

Die Socken habe ich mit gestrickter Bumerangferse toe-up über einen Bändchenspitze gestartet, einfach, weil dies für meine Füße die beste Paßform an den delikaten Punkten jedes Sockenkonstruks ergibt- meine erste Häkelsocke stammt aus dem Jahr…hm ich muss grob schätzen…2009/2010. Die ist komplett durchgehäkelt und paßt, aber igendwie sitzt sie an Spitze und Ferse nicht so schön. Fuß und Schaft habe ich durchgängig zweifarbig im tunesischen Grundstich gehäkelt.

Ich bin begeistert von meier Hybridsocke und gebe speziell für Fertigung von Socken in dieser Art als Tip: Nie stärker als Nadelstärke 3,0 gehen bei dieser Farbikationsart, da hier ein dichtes Web-Gewirk erzeugt wird, das sich deutlich störrischer verhält als in vergleichbarer Stärke gestricktes, also reines Gewirk.

In Runden Tunesisch zu häkeln ist einfach, es gibt schöne Jupptjupp-Videos dazu.Am Ende der Spitze habe ich die Maschen in der Spitzenfarbe einfach auf die Häkelnadel transferiert und dann mit der zweiten Farbe immer abgehäkelt. Als der Fuß lang genug war,habe ich einfach die Maschen aufgenommen und auf ein Sockenspiel verteilt, die Ferse wie immer gestrickt, den Oberfuß immer in den zwei Runden in Häkelei gefertigt und dabei den Faden mitgeführt. Den Schaft habe ich dann wieder einfach gehäkelt und das Bündchen wieder gestrickt, hier zweifarbig in Jaquard-Technik, die sich ja schön zusammenzieht, da sie aber unelastisch ist, habe ich mit Häkelmaschen abgemascht. So masche ich jede von der Spitze gestrickte Socke ab, da alle anderen Techniken bei mir dazu führen, dass ich mit den Mauken nicht mehr in das Machwerk komme.

Herbstpreziosen

 

Im vergangenen Jahr hatte ich nach der Kardierorgie einen Teil  der mühsam und mit viel Begeisterung gezähmten Heidschnuckenwolle spontan gefärbt. Nun sind die Batts versponnen und warten darauf, zu einer kuscheligen Herbstjacke verabeitet zu werden. Durch das Beizen in Essiglauge, das Färben mit Sewo-Farben und das Spinnen ist die Faser geschmeidiger geworden, obwohl ihr nun ein gewaltiger Teil des Wollfetts fehlt- mir gefällt sie so besser. Aus Mangel an Erfahrung hatten wir den Nachschnitt mit kardiert, deshalb blieb mir kaum Anderes, als das Garn in dick-dünn Technik zu spinnen, was aber ein herrliches Ergebnis wurde – ich freu mich. Worauf ich mich noch freue, ist die nächste Schursaison, denn ich habe dann auf jeden Fall mehr Plan davon, wie ich die jeweiligen Wollsorten „artgerecht“ vorbereite und verarbeite. Momentan habe ich noch einmal die Restvliese der Minischafe auf dem Rad und noch einen Teil Steffi- Wolle. Und ein paar Singles wollen noch gezwirnt werden.

Nadelmappe die zweite: Für Nadelspiele

Ich hatte meine Stricknadeln in wunderschönen „This&That“-Kisten verstaut, die ich eigens dafür geschenkt bekommen hatte.

Nun stellte sich mit Beginn meiner Nählust heraus, dass die Aufbewahrung der Nähzutaten in Tupper-Frühstücksdosen nur ein Provisorium sein kann und diese vorgenannten Kisten sich hervorragend als Nähkisten eignen- und schwups habe ich angefangen, mir needle-maps zu nähen. Mein Erstling war ja die Mappe für die Nadelspitzen für Strick- und Tunesische Häkelnadelspitzen.

Nun gibt es noch eine- und zwar f´ür meine meine DPNs!. Fehlt jetzt noch eine Lösung für die fixen Rundstricknadeln, von denen ich gerade in den Größen unter 2,5 einige habe. Aber gut Ding will Weile haben und ich bin schon recht stolz auf meine zweite Eingebung. Genau wie bei der Ersten habe ich keinen Schnittplan gehabt – aber die Erfahrung aus dem Erstwerk war da  und das Prinzip ist ja auch immer gleich.

Es ist eine bewusste Entscheidung, nicht alle Nadeln in EINE Mappe zu packen…… der Übersichtlichkeit wegen und weil die Größe sonst absurd in dr Handhabung wäre- denn ich habe schon  reichlich Nadelschätze gehortet und jede Mappe vorausschauend auch noch mit „Zuwachsmöglichkeit“ genäht- der Jagd- und Sammeltrieb halt ;O)

Ich habe diese Mappen nicht konzipiert, um sie mitzunehmen, sie ruhen in meinem Strickregal. Was mir nun noch im Kopf rumschwirrt sind Projektbeutel für Socken und Kleinteile, die auch ein Utensilfach haben sollten, denn Kleinteile nehme ich gerne mit auf Reisen. Das ist aber etwas, auf dem ich noch rumdenken werde, da ist mir noch keine schöne Spontanlösung in den Kopf gesprungen.

Daenerys

 wie bereits erzählt, hatte ich im Oktober 2012 jede Menge Fleißmeter auf den Spinnrädern und den Handspindeln. Hier ein Garn aus 100% Merino extrafein ( 19 Micron) als Space-Kammzug beim Wollschaf erstanden, nachdem ich durch ein Geschenk „angefixt“ worden war.

 Der Single entstand auf auf der Handspindel, eine meiner Eigenbauten im Bereich Keramik-Wirtel-Supportspindel (das hat verflucht lange gebraucht neben all den anderen Projekten, man merkt schon, dass Spinnradspinnen schneller geht…aber ich hatte es ja nicht eilig sondern wollte mit der Handspindel einen besonders feinen Faden spinnen)- and, Ladies, it’s worth all the time it took…3-fach Navajo-Zwirn

(dies dann auf dem Kromski-Radl)

Felted Messenger Bag

gut, okay… ich habe wirklich viele Projekte im Kopf- aber ich bekomme auch viele fertig.
Ufos schwirren bei mir gar keine rum. Doch, halt…die Magnetpinnwand , die habe ich nie fertig gemacht, die wandert heute abend
unvollendet auf den Sperrmüll. Hat aber auch damit zu tun, dass ich während des Fertigungsprozesses eine Magnetpinnliste in PINK!!! gefunden hatte, die nun an meinem Schreibtisch alles Wichtige auf einen Blick liefert- so dass sich die Notwendigkeit einer Vollendung quasi nicht ergab *hüstel*

Ansonsten arbeite ich brav wie eine Bot-Datei auf Extasy meine Ideen ab und diese Filztasche ist nun fertig. Das geht ja immer recht flott, einzig schockierendes
Detail: Es geht beim Strickfilzen enorm viel Material drauf. Mir ist das recht, denn ich bin ja fast besessen vom Stash-Busting. Aber wenn ich dann fürchten muss, dass mir auf den letzten Metern ein bestimmter Farbton ausgeht…uiuiui. Aber es hat noch gerade gereicht, meine Filzwollekiste ist nu leer und ich hab eine schöne bunte Tasche mit Überschlag.