Die Eule ist ein Beuteltier !

Am vergangenen Wochende war ja Nähen angesagt. Mein Mann hatte mich mit einer süßen Überraschung zu Frau Ju entlassen:

Nähutensilien!

Zeit meines Lebens hatte ich Handarbeiten gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Aber nicht freiwillig.

Linkshänder meines Baujahrs wurden systematisch in Schulen und anderen bildungsfernen Einrichtungen ( naja, der war jetzt

böse, gerade für ne Abiturientin…aber …) aus Handarbeitsunterrichtsstunden und kreativen AG s vergrault, sobald es um die

Arbeit mit Faden und Nadel(n) ging. Somit wuchs ich unbelastet von handarbeitenden Fähig- und Möglichkeiten als Mensch auf,

der sich stets bewußt war, es mehr „im Kopf“ zu haben… wie diese mentalen zwei linken Hände dann gerne schönfärberisch

umschrieben wurden. Mir war nie wohl dabei. Ich bin zu kreativ und zu wenig opportunistisch, um es dabei bewenden zu lassen-

aber damals war ich noch zu wenig penetrant, als dass ich trotzdem versucht hätte, mir meinen Weg in die Welt der

Nadelarbeiten zu bahnen. Erst mit über 30 und mehr per Zufall näherte ich mich dem Thema. Zuerst ganz allein und dann sehr

lange zusammen mit Frau Gnomenhexe.

2005 kamen Häkeln und Stricken dran, 2011 das Spinnen und 2012 das Färben. Nun habe ich fast ein Jahr Spinnerei hinter

mir und tatsächlich mit knapp 40 Jahren das Nähen angefangen. Die Maschine steht seit  Dezember 2011 bei uns. Ich habe bereits

berichtet.

Ich gehöre zu den Menschen, denen von wohlmeinenden pädagogischen Fachkräften im staatlich verordneten

Handarbeitsunterricht gesagt wurde “ Kind, Du bist Linkshänder… mach lieber wat mit Holz“. Hab ich dann auch. Also hätte ich

eigentlich als Baumarktstürmende Wallküre im Projektwahn ( Yipieyahyahyippieyippieyey) mein  Leben beenden sollen.

Aber…..Terrier der ich bin habe ich das Leftie-Handycap erfolgreich hinter mir gelassen, was die zarten Fasern betrifft und:

TADAAAAAAAA!!!!! Meine erste selbst genähte Tasche, mit Futter UND nähmaschineneingenähtem Reißverschluss.

Und das Ganze

habe ich wirklich total allein zugeschnitten, geheftet, genäht und heute kam dann auch der Reißverschluss rein. Etwas verspätet, da

der ursprünglich gekaufte Reißverschluss zu lang war, aber da ich seit letztem Sonntag mit Fieber auf der Nase lag, war nix mit

Weiternähen. Ich kann nur sagen: Arbeiten mit Fasern macht glücklich. Das Beste war: Frau Ju hat mich einfach mal machen

lassen und nur hier und da ein paar Vorschläge eingestreut, wie man es machen könnte…mein Nähtrauma ist besiegt. Und: Das

Essen war einsame Spitze lecker ;O) Ein toller Samstag mit einem tollen Fortschritt für mein Repertoire.

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