Und wieder Patchwork!!!!

Die Patchworkerei lässt mich nicht los im Gegenteil, auf je mehr Fragestellungen ich stoße, desto interessanter wird das Ganze für mich.

Schritt eins waren diese Patchworksocken mit den so genannten „geraden Patches“- schnell verstanden und schnell gestrickt, nicht mal 8 Stunden insgesamt für beide- ich war verblüfft. Oder doch teilweise überrascht- das Experiment fiel in meinen Kurzurlaub, somit hatte ich ausreichend ununterbrochene Strickzeit, um gut voran zu kommen. Im Schweiße meines Angesichts

In meine Strickecke verkrümelt und von Herrn Löwe aufgespürt

zeige ich meine ersten Ergebnisse

Und so sieht dann das Enprodukt aus: Rundherum gepatcht, trägt sich super, alsob es aus einem Guss wäre:

Garn: mal wieder Reste hier von der Zorro Sockenwolle von Opal, Nadelstärke 3,5- wahrscheinklich ging es deshalb auch so schnell *schmunzel*

Dann sollten es Zackenpatches sein- Die viereckigen Patches des ersten Buches entsprechen immer den Domino-Ecken von EliZZZa, zu beachten ist eigentlich nur Reihenfolge und Ausrichtung- womit ich anfangs wirklich Schwierigkeiten hatte, weil ich mich an das Buch gehalten habe- seitdem ich das lasse, fluppt et. Ich kann euch nur empfehlen- lasst das mit dem Patchworksocken Buch und macht es nach der Domino-Ecken-Anleitung von EliZZZa, gewürzt mit Euren Vorstellungen über Größe und Ausrichtung der Patches und ihr kommt viel weiter. In meiner Verweiflung bin ich nämlich nach dem vierten Mal Auftrennen aller vier Sockengrundzackenpatches einfach dazu übergegangen, mit das Buch der höheren Patchworkstrickweihen von Horst Schulz genauer anzugucken, dass auch schon diverse Monate in meinem Regal auf Gebrauch wartet. Herr Schulz erklärt eigentlich nur, WIE die einzelnen Patchformen gemacht werden, WOHIN sie verlaufen und WO man Sie verbinden kann/ WOMIT man sie verbinden kann. Also habe ich mir das Spielchen angeguckt, meine Socken angeguckt- und noch mal neu angeschlagen. Bis jetzt löppt et und ich bin immer noch begeistert vom Patchen., egal ob gestrickt oder gehäkelt.

Das Beste: Zuerst dachte ich „ Klar, Du magst eh keine Anleitungen, Dir fehlt ein Anleitungsgen und deshalb verstehst Du das nicht“-

Ha, von wegen im Internet laufen in verschiedensten Foren Diskussionen über die Mankos eben genau dieser zwei Büchlein bzw. die unverständlich gekürzten Anleitungen zum Thema Zackenpatches. Komisch, denn die Anleitungen für die geraden Patches waren wirklich gut verständlich gemacht.

Patch me up before you go-go

Seit ca zwei Jahren ist das Thema Patchworkstricken bei mir auf dem Schirm- nur: Das böse „A“- Wort, das auf -„nleitung“ endet stand mir im Wege.

Nach dem ersten Domino-Ecken-Gucken bei EliZZa verstrichen dann auch nochmal gut 6 Monate, ohne dass ich mich dran traute. Nun habe ich vor ein paar Wochen Marke Eigenbau angefangen, nämlich mit überdminensionierten Dominoecken, die ich einfach an den Längsseiten auseinander heraus strickte, hier zu sehen. Danach habe ich einmal rundherum an jedes Patch 10 Maschen breite Streifen gepatcht und das Ganze dann noch drei Runden umhäkelt. Herausgekommen ist ein wunderschön bunter Patchworkschal.

Als sich abzeichnete, dass das Projekt sich gut anläßt, habe ich dann auch endlich zu den schon länger im Regal ruhenden beiden Regia-Heftlein über das Patchworksockenstricken gegriffen , es darf gespannt das Ergebnis erwartet werden…..

Spulspindel beim Kromski Minstrel- oder diebische Freude

nicht, dass ich das Rad neu erfunden hätte aber……

Nachdem wir vor drei Tagen erfolgreich den Staubsaugerstecker selbst gewechselt hatten, griff der „ alles, was wir schon mal reparieren wollten“- Virus um sich und somit wurde dann auch endlich etwas gesägt- aber nicht, um es zu reparieren, sondern um mir eine Kromski-Spulspindel herzustellen.

Wer mit alten Spinnrädern arbeitet weiß: Selten sind mehrerer Spulen dabei. Das bedeutet, dass man die eine Vorhandene immer frei spulen muss, gerade wenn man große Mengen verspinnt, um sie miteinander zu verzwirnen. Bis dato habe ich das immer so gemacht: Leere Toilettenpapierrolle auf meinen Wollwickler und dann von Spinnrad auf Wollwickler gekurbelt, dann die Klorolle auf die Lazy Kate gesteckt und verzwirnt. Ging auch, aber Umspulen auf die Kromski Originalspulen ist halt mein Traum gewesen.

Nun hatte ich vor ein paar Monaten einen unlackierten Spinnflügel zusätzlich zu meinem Minstrel bestellt. Der passte dann nicht, wie ursprünglich geplant auf Pipilotta und lag so rum. Immer wieder erwähnte ich, dass man,wenn man die Flügel absägte, diesen dann als Spulspindel benutzen könne und zwar für alle Kromski Spulen, somit wäre das optimal, da ich ja noch mindestens ein weiteres Rad dieses Herstellers auf meiner Liste habe und sowieso nur mit der Lazy Kate von Kromski abreite, ich hab ja quasi zwei, eine am Minstrel dran und eine mobile, noch zu Handspinnzeiten für das Zwirnen erstanden. Von Ashford gibt es ja Spulspindeln für das Traditional und das Elisabeth, bei Kromskis ist derlei leider nicht in der Palette.

Nach Flurlampenaktion und diversen anderen Kleinreparaturen griff Herr Löwe dann endlich zur Säge und metzelte den Flügel, den ich seinerzeit für 25,00 Euro erstand.Ich bin froh, dass er aktiv wurde, denn ich scheute mich, den armen Flügel zu maltraitieren, obwohl die Idee von mir stammt- schizo aber das ist mein weibliches Vorrecht. Ich hab dann beigeschmirgelt und geglättet und allet schick.

Nun wird einfach die Spule auf den minimalisierten Flügel gesteckt, Wirtel dran und einhaken und locker lostreten : Hinten steht Pipilotta, die ich einfach abgeleint habe, von ihr führe ich den Faden an den Leader der Kromski-Spule und ab dafür. der Faden lässt sich prima mit der Hand führen und gleichmäßig verteilen

Iss dat nicht doll???

Mittelaltermakt in Königsfeld/Eifel, 17.06.2012

Am 17.06.2012 war Mittelaltermarkt in Königsfeld- und Frau Ju und ich waren dabei. Frau Ju war die Standchefin- ich fungierte als Co-Spinnerin. Bei den Vorbereitungen hatten wir uns schon irre gefreut und nun war es soweit. Wir waren in einem Hof untergebracht. Entlang der „Hauptstraße“ von Königsfeld in der Eifel ziehen sich alte Bauernhäuser, in deren Innenhöfen jeweils zwei Marktstände untergebracht waren- die Hauptstraße selbst ist so schmal, dass dort keine Stände stehen konnten, zumindest nicht alle.

 

 

Morgens, Ankunft, wusel, räum…

 

 

 

 

 

Fertig aufgebaut- Frau Jus gesammelte Kreativitäten: Selbstgefärbte Kammzüge, handkardierte Batts, Handgesponnene Garne, selbstgemachter Schmuck, Seifen und wunderschöne Strickwaren wie Islandpullover, Tücher und Socken. Ein Grundbestand an Serviettentechnik- Dachpfannen, Büchlein und Schalen war auch dabei.

Frau Ju legt letzte Hand ans Spinngerät

Wir hatten drei Spinnräder und unsere diversen Handspindeln dabei und freuten uns auf einen Tag des Schauspinnens, Verkaufens und des Wettergenießens, ohne- wie sonst Zuhause- durch Alltagspflichten in Beschlag genommen zu sein.

Willkommen!

 

 

 

Von 9 bis 18 Uhr waren wir dort, hatten viel Publikum und kamen uns vor wie die Affen im Zoo- viele kannten noch ältere Damen, die sponnen oder gesponnen hatten und so hörten wir etliche Ankedötchen zum Thema Spinnen.

 

 

Es ist zwar nicht Freitag aber…. Rohwollfärbeexperiment

Die Kardiererei schreitet fort und so langsam nimmt der Rowollberg schön überschaubare Ausmaße an. Einiges wird ja mit auf den Mittelaltermarkt am kommenden Sonntag gehen, da haben wir schön Farbe ( Merinokammzug pink, blau, grün und Eider in gelb, lila und krapprot) rein kardiert, nun habe ich heute Morgen schon wieder die Farbpötte angeworfen.

Es ist immer gut, wenn der Holde einen laaaaaangen Arbeitstag vor sich und Frau die Küche für sich alleine hat- Zeit genug, um das Färbechaos dann vor der Heimkehr des Heißgeliebten wieder zu beseitigen- ich möchte meinem Mann das nicht zumuten, deshalb färbe ich immer, wenn er nicht da ist- und freu mich, wenn er zum Bewundern heimkommt…. und selber schon ganz gespannt ist weil er weiß, dass heute wieder gezaubert wird. Das ist schon toll, dass ich einen Mann habe, der zwar selber (fast) nie mit Wolle arbeitet, aber total interessiert ist und mit mir auf Beutezug geht, anstatt mir nur wie ein Muli zwecks beuteheimtragen zu folgen. Das fände ich dann auch…ärgs!

Angefangen habe ich mit einem Rest pinkfarbener Stammlösung und im Moment bin ich auf dem Weg zu den Grüntönen.

Heute Morgen um 8 Uhr habe ich angefangen und nun bin ich bei den letzten Zügen, bei denen ich Kontaktfärbungen ausprobiere- also erst Tauchfärbung und danach dann Farbppulver auch direkt auftragen.

Durch die Beizerei ist das Wollfett lecker raus und die Batts nehmen die Farbe phantastisch gut an, selbst das etwas diva-eske pink von Sewo blutet nullomato aus und das freut die Färbehexe in mir.

50% der produzierten Beute geht an Frau Ju- ihr Mann wird mich hassen. Zum Glück kann er mich nicht verklagen, das Färbegut ist nämlich Frau Jus Wolle.

Navajo-Zwirn!

 

Es ließ mir keine Ruhe- gestern habe ich dann, nachdem ich den auf der Creativa 2012 erstanden Kammzug versponnen hatte umgespult und die Nase voll. Seit ca. 5 Monaten rede ich vom Navajo-Zwirnen, breche vor Begeisterung über den Effekt dieser Technik stets zusammen- und trau mich selber nicht dran. Aber nu war ich es leid. Buch aufgeschlagen, schnell nochmal durch die entsprechenden Kapitel von „Get spun“ gelesen und dann jupptjupp angeworfen und bei Chantimanu nochmal das Video zum Navajo-Zwirnen angeguckt. Motto: Dann ab dafür.

 

Wat soll ich sagen?

Iss genau mein Ding.

Colourful Friday oder: Brückentag mal bunt

Wenn ich freitags mal frei habe, und mein Mann dann auch noch verkündet: „Schatz, heute wird es später“- ja dann werden die Farbtöpfe angeworfen und die Pinsel ausgepackt und jedes Fitzelchen Wolle gefärbt, das noch naturfarben oder weiß ist. In diesem Freitags-Fall waren das Alpaka-Stränge ( blau ganz unten, organe-rot-pink in der Mitte), süddeutsche Schafswolle Grün ganz oben und der zweite Strang auf der linken Seite) und südamerikanisches Merino mit Bambus( zweiter Strang rechts und der darunter), welcher die Farbe nicht angenommen hat und so für reizvolle Effekte sorgt. Ein Rest Wensleydale (ganz unten die Lilatöne vor den blauen) war auch noch dabei. Gefärbt habe ich mit Ashford- und Sewo-Farben.

Karkul corespun

Nun sind also die ersten Karkul-Batts aus meiner allerersten Kardier-Session versponnen und gezwirnt, und zwar um einen Baumwollhäkelgarnkern in pink herum.

Das passt erstens zu meinem farblichen Beuteschema, ergibt zweitens ein schönes erstes Artyarn und ist auch nicht zu dick, um es doch auch realistisch trag- und waschbar zu verarbeiten.

Silk-Merino- 2-Ply- Project

Es ist geschafft!

9  Stränge zweifädig gezwirnt. Antoschkas „blaue Phase“ ist somit vorläufig beendet und nun kann er entspannen, während die Stränge noch ins Entspannungsbad müssen, dann gewickelt werden und das große Anstricken beginnt.

Zurzeit gönne ich mir einen der grünen Kammzüge, welche ich vor ein paar Monaten auf der Kreativa erstanden habe und das schottische Landschaf muss nun auch dran glauben- von blau habe ich jetzt erst einmal genug gesehen ;O)

 

 

 

 

 

 

Zizzi moved in

Gestern ist Zizzi zu  meiner Herde gestoßen. Zweifädig, gut in Schuß, jahrzehntelang gebraucht und extrem unzickig- nur was laut, gerade im Vergleich zu Antoschka, der ja surrt wie ein zufriedenes Kätzchen. Aber sie knabbert die Wolle lecker und mit einem guten temperamentvollen Einzug in sich hinein, sie ist gut zu justieren. Den Wocken habe ich abgebaut, denn Zizzi wird mein Reiserad. Obwohl nicht klappbar ist sie extrem gut transportabel, wie ich gestern schon feststellen konnte.

ich mag sie.

natürlich bekam sie sofort einen selbstgefärbten Kammzug zum Probefuttern ;O)